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Schwertransport aus dem Verkehr gezogen

thl. Evendorf. Im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle haben Beamte der Autobahnpolizei Winsen am Donnerstag auf der A7 im Bereich Evendorf einen Schwertransport aus den Niederlanden überprüft. Der Transport war beladen mit einem Kranteil und auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen.
Die Beamten wunderten sich, dass ein Transport mit diesen Abmessungen (zwölf Achsen, Länge ca. 23 Meter) am Tag auf der Autobahn unterwegs ist. Üblicherweise dürfen so große Schwertransporte nur nachts fahren. Die Kontrolle ergab schließlich, dass in diesem Fall einiges im argen lag: Die streckenbezogene Ausnahmegenehmigung konnte der Fahrzeugführer zwar vorlegen, diese war allerdings seit mehreren Wochen abgelaufen. Der Schwertransport durfte somit überhaupt nicht fahren.
Eine Kontrollverwiegung des Transports ergab ein Gesamtgewicht von knapp 126 Tonnen. Nach Angaben des Fahrers sollte der Transport eigentlich nicht mehr als 115 Tonnen wiegen.
Die Weiterfahrt wurde unverzüglich untersagt, die Polizei wird der Bußgeldstelle des zuständigen Landkreises vorschlagen, gegen das niederländische Transportunternehmen ein so genanntes Verfallsverfahren einzuleiten. Ziel dieses Verfahrens ist es, dem Unternehmen über einen entsprechenden Bescheid den kompletten Fuhrlohn abzunehmen.
Neben diesem "Schwergewicht" kontrollierten die Beamten noch einen niederländischen Tiertransport auf der A1 im Bereich Hollenstedt. Der Lastzug war beladen mit 170 Mastschweinen und auf dem Weg von Schleswig-Holstein zu einem Schlachtbetrieb im Landkreis Cloppenburg. Hier wurde eine vorsätzliche Überladung um knapp 2,5 Tonnen festgestellt. Gegen Fahrzeugführer und -halter wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.
Insgesamt wurden im Rahmen des Einsatzes acht Last- und Sattelzüge überprüft, von denen fünf beanstandet wurden. In drei Fällen untersagten die Beamten zumindest vorübergehend die Weiterfahrt.