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Stöckter Amokfahrer in der Psychiatrie

thl. Winsen. Ein Haftrichter hat den Amokfahrer (44) von Stöckte in die Psychiatrie geschickt. Das teilte die Polizei mit. Der Mann aus dem Elbe-Ort Boizenburg hatte am Montag zwei Teilnehmer einer Faslams-Schnorrtour absichtlich mit seinem Pkw angefahren und dabei schwer verletzt (das WOCHENBLATT berichtete). Beide Opfer liegen noch im Krankenhaus. Jetzt wurde bekannt, dass der Amokfahrer vergangenen Samstag auf dem Parkplatz von Möbel Kraft in Buchholz absichtlich einen Senior (65) angefahren hat, der aber unverletzt blieb. Zuvor soll er sich mit dem Mann gestritten haben.
Spurensuche: Was macht ein Mann aus Boizenburg in einer Nebenstraße des Winsener Ortsteils Stöckte? Und warum hat er dort zwei Männer absichtlich überfahren? Noch im letzten Jahr wohnte der Amokfahrer mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Stöckte. Nachbarn beschreiben ihn als einen, der öfter mal in Rage geriet. Schuld daran sollen eine psychische Erkrankung und die nötigen Medikamente sein. Letztlich sei auch seine Ehe an der Krankheit gescheitert, erzählen sich die Stöckter.
Wahr haben wollte der Mann die Trennung offenbar nicht. Damals, so weiß man im Dorf, musste er von der Polizei aufgefordert werden, das eheliche Haus zu verlassen. Er zog nach Boizenburg, kam aber immer wieder nach Stöckte zurück. Das beweisen u.a. Außenaufnahmen vom Haus seiner Frau, die er bei Twitter und Facebook gepostet hat. Im letzten Eintrag vom 1. März schrieb er dazu „Keiner da?“
Hat er auch am Montag niemanden angetroffen, ist deshalb in Wut geraten? War das Aufein­andertreffen mit den Faslamsbrüdern der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? Die Antworten darauf kann nur der 44-Jährige geben. Er hüllt sich nach Polizeiangaben jedoch in Schweigen.

Lesen Sie hier unseren Hauptbericht: Amokfahrer rast in Faslamsgruppe