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Tatort Supermarktplatz - Zahl der Kfz-Aufbrüche in Winsen nimmt zu

Die Täter schlagen schnell und nahezu lautlos zu (Foto: Polizeiberatung.de)
thl. Winsen. Die Täter schlagen blitzschnell und nahezu lautlos zu - so, dass sie dabei kaum gesehen werden, obwohl es helllichter Tag ist. Tatort: Supermarkt-Parkplatz.
In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Kfz-Aufbrüche auf den Parkplätzen von Einkaufsmärkten im Winsener Stadtgebiet drastisch gestiegen. Rund ein Dutzend Taten wurden bisher registriert. Täterhinweise? "Die liegen nahezu bei Null", sagt Ulrich Grimm, Chef-Fahnder der Kripo. Man vermute aber, dass es sich um örtliche Täter handelt. Und: Dass die Tatobjekte vorher ausbaldowert werden. "Man kann davon ausgehen, dass sich die Gauner auf den Parkplätzen herumtreiben und sich die vorfahrenden Autos genau ansehen", sagt der Beamte. Dafür spricht die Tatsache, dass die Geschädigten in allen Fällen nur wenige Minuten im Markt zum Einkaufen verschwunden sind. Diese Zeit reicht den Gangstern aber schon aus. Ratzfatz wird eine Scheibe eingeschlagen und die im Fahrzeug zurückgelassene Handtasche geklaut. Einmal haben die Täter auch schon einen hochwertigen Fotoapparat mitgenommen. Abgesehen haben es die Kriminellen nach Aussage der Polizei aber auf hochwertige Handys. Grimm: "Die geklauten Handtaschen wurden samt anderem Inhalt im Stadtgebiet wiedergefunden."
Da die Täter ihre Opfer beobachten, nützt es auch nichts, die Handtasche unterm Sitz oder im Kofferraum zu verstecken. "Ein Auto ist eben kein Tresor", gibt Grimm zu bedenken.
Der Kripo-Chef appelliert an die Bürger, wachsam zu sein. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Autoscheibe nahezu lautlos zerbröseln zu lassen. Und dieses wissen die Täter auch. "Bei verdächtigen Beobachtungen sofort die 110 anrufen und dabei möglichst eine exakte Täterbeschreibung sowie eventuelle Fluchtfahrzeuge oder -richtungen durchgeben. Dabei gilt immer: Lieber einmal mehr als einmal zu wenig anrufen. Selbst wenn sich die Beobachtung als falsch herausstellt, muss niemand befürchten, mit den Einsatzkosten belastet zu werden."