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War es Notwehr? - Seevetaler Asylbewerber wegen versuchtem Totschlags vor Gericht

thl. Lüneburg/Seevetal. Wegen eines Messerstiches, der knapp am Herzen des Opfers vorbeiging, muss sich ein 20-jähriger Asylbewerber jetzt vor der 10. Großen Strafkammer des Lüneburger Landgerichtes verantworten. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.
Rückblick: Im August vergangenen Jahres kommt es in der Flüchtlingsunterkunft in Hittfeld zum Streit zwischen dem 20-Jährigen und seinem Mitbewohner, einem gewissen Danilo. Nach einem verbalen Schlagabtausch begibt man sich in den Hof der Wohnanlage, wo zunächst mündlich weiter gestritten wird. Doch schnell geht der Zwist in eine Rauferei über. Plötzlich zieht der 20-Jährige ein Messer und sticht seinen Kontrahenten nieder.
"Ich wollte ihn nicht töten", sagte der Angeklagte, der nach eigenen Angaben sowohl eine libische als auch eine algerische Staatsangehörigkeit besitzt, vor Gericht aus. "Danilo hat mich mehrmals angegriffen, ich habe mich nur verteidigt." Zuvor habe man den ganzen Abend Alkohol gemeinsam getrunken und geringe Mengen Rauschgift konsumiert.
Der Prozess geht weiter. Ein Urteil wird am Mittwoch, 17. Februar, erwartet.