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War es Rache oder Betrug?

thl. Winsen. War es die Rache einer betrogenen Frau oder ein perfekt ausgeklügelter Betrug? Diese Frage blieb jetzt vor dem Winsener Amtsgericht unbeanwortet. Der Angeklagte, ein 46-jähriger Spediteur aus Schleswig-Holstein, wurde freigesprochen. "Ein verzwickter Fall, bei dem wir dem Angeklagten nichts nachweisen können", so der Richter.
Die Vorgeschichte: Im Mai 2012 lernen sich der Spediteur und eine Winsenerin (54) in einer Disco kennen. Schnell wird daraus eine Beziehung, die aber nur drei Monate später wieder zerbricht, nachdem sich herausstellt, dass der 46-Jährige mit einer anderen Frau verlobt ist und mit ihr zusammenwohnt.
Was in der Zwischenzeit passierte, wissen nur die beiden Akteure. Die Winsenerin behauptet, sie habe ihrem Geliebten gut 10.000 Euro geliehen, weil dieser in Geldnot war. Zurückbekommen hat sie bis heute nichts. Deshalb erstattete sie Anzeige, deshalb kam es jetzt zum Prozess. Der Angeklagte behauptete, nie Geld bekommen zu haben. Vielmehr habe seine Ex-Flamme, nachdem die Beziehung zerbrach, ihm gedroht, ihn fertig zu machen. So stand es Aussage gegen Aussage. Und: Die Winsenerin hatte auch keine Beweise, dass sie dem Spediteur das Geld geliehen habe.