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Zwei Monate Haft für Tritt gegens Bein

thl. Winsen. "Es ist zu viel passiert in der Vergangenheit. Jetzt sind die roten Linien überschritten worden. Deswegen wollen wir ein gleich klares Zeichen für alle Beteiligten setzen." Mit dieser Begründung verurteilte der Richter am Winsener Amtsgericht jetzt das Mitglied einer türkischen Großfamilie wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Monaten - für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt - und einer Geldauflage in Höhe von 1.000 Euro.
Angeklagt war der 49-jährige Unternehmer aus Lüneburg, weil er im Oktober 2012 im Rahmen einer Massenschlägerei zwischen zwei südländischen Großfamilien im Einkaufszentrum Luhe Park in Winsen (das WOCHENBLATT berichtete) einem Mitglied des gegnerischen Clans gegen das Bein getreten haben soll. Besonders perfide: Das Opfer war in Handschellen gefesselt und wurde gerade von zwei Polizisten zum Streifenwagen geführt, als der Türke zu trat. Weitere Übegriffe konnten von mehreren Beamten verhindert werden.
Vor Gericht räumte der Angeklagte die Tat ein. Es tue ihm sehr leid, was passiert ist. Er sei Unternehmer und habe zwölf Mitarbeiter, denen er ein Vorbild seien wolle. Dieses Ansehen habe durch die Tat Schaden erlitten.