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30. Oldtimer-Treffen in Winsen: Hier ist der Lack noch lange nicht ab

Bernd Wohlert mit seiner Frau Claudia aus Hannover sowie den Freunden Carolin, Anna, Michael und Frank (v. re.) aus Hamburg
bs. Winsen. Wer denkt, dass nach 30 Jahren so langsam der "Lack ab" sein müsste, liegt hier völlig daneben: Auch nach drei Jahrzehnten Oldtimer-Treffen in der Luhestadt, ist der Bann des motorisierten Großevents ungebrochen.
Das bestätigte sich erneut in den Besucherzahlen des Jubiläumsjahres: Tausende begeisterte Autofans konnten sich am vergangenen Sonntag kaum satt sehen an den rund 1.600 Fahrzeugen legendärer Marken wie DKW und Klassiker von Volkswagen, BMW oder Mercedes.
Organisiert wird die Veranstaltung vom örtlichen Oldie-Team, zu dem der Winsener Journalist Jürgen Vanheiden und der Unternehmer Winfried Bremer an der Spitze gehören.
Bei der gut geplanten Veranstaltung kommen auch die Autobesitzer jedes Jahr auf voll auf ihre Kosten: Kostenfrei könnnen diese nämlich ihre liebevoll gehegten Schätze der Öffentlichkeit präsentieren und in diesem Jahr gab es für jeden unter ihnen sogar noch ein Geschenk dazu. "Wir kommen aus Hannover und haben ein Mercedes ORION Wohnmobil von 1974 mitgebracht. An dem Camper bastle ich ständig, gerade eben vor ein paar Minuten noch", lacht Autobesitzer Bernd Wohlert.
Das Problem kennen auch diese drei Herren zur Genüge: Jens aus Marxen, Christian aus Winsen und Stefan aus Tostedt, allesamt Mitglieder der Interessensgemeinschaft "Pappen-Papas", haben sich voll und ganz altem DDR-Blech verschrieben. "Wir sind in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Daher rührt unsere Leidenschaft für Trabanten. Mit dem Modell von 1989, das ich mir vor ein paar Jahren günstig zugelegt habe, habe ich als junger Erwachsener Autofahren gelernt", erzählt Jens, der mit seinem Trabbi täglich zur Arbeit nach Hamburg fährt, begeistert. "Auch wenn man viel schrauben muss, die Wagen laufen genauso wie andere auch. Außerdem ist die Technik überschaubar, so dass man alles selbst machen kann", ist auch Christian von seiner "Rennpappe" überzeugt.
Zahlreiche Aussteller, Informations- und Beratungsberatungsstände rund um das Thema Auto, eine Verkaufsfläche für Young- und Oldtimer sowie der große Teilemarkt, rundeten die Veranstaltung ab. Besonders rasant wurde es dabei am Stand der Firma Reifen Laudahn: Neben der großen Los-Tombola für den guten Zweck, konnten sich hier kleine und große Besucher auf der "Formel 1 Strecke" beweisen. An Fahrsimulatoren mit nachgebauten, besonders tiefliegenden Rennwagensitzen und mit bis zu 800 "Ps" unter der Haube, kam hier echtes Rennwagen-Gefühl auf.