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Ab Juni können Arztpraxis und Therapiezentrum einziehen: Sanierung von ehemaliger Bäckerei in Salzhausen läuft auf Hochtouren

Auf der Baustelle: Gemeindedirektor Wolfgang Krause in einem künftigen Behandlungsräume der Arztpraxis
ce. Salzhausen. Wer fleißige Handwerker sehen möchte, hat dazu im Salzhäuser Ortskern die beste Gelegenheit: Auf Hochtouren läuft an der Bahnhofstraße die Sanierung des ehemaligen Hauses der Bäckerei Ackenhusen, das über 30 Jahre lang leer stand, durch die Gemeinde auf Hochtouren. Voraussichtlich noch bis Jahresmitte werden die Arbeiten an dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude andauern.
"Anfang Juni sollen zwei Drittel der Räume im Erdgeschoss bezugsfertig an die Salzhäuser Arztpraxis Dr. Quehl übergeben werden. Die Praxengemeinschaft "Therapeutikum", die den linken Bereich des Erdgeschosses und Räume im Obergeschoss gemietet hat, soll Ende Juni einziehen können", kündigte Gemeindedirektor Wolfgang Krause bei einem Ortstermin mit dem WOCHENBLATT auf der Baustelle an. Ende Juni werde auch die Wohnung im Obergeschoss fertig sein, für die es bereits Interessenten gebe.
Die Räume in den ehemaligen Stallungen des Ackenhusen-Hauses im Parterre werden die "Therapeutikum"-Betreiber unter anderem an Hebammen und einen Kinder-Coach, der interessierten Nachwuchs fit für den Alltag macht, weitervermietet. Dieser Gebäudeteil wird einen eigenen Eingang bekommen. Im ersten Stock zieht auf etwa 180 Quadratmetern die Praxengemeinschaft ein. Zu ihr gehören Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin Imke Glatho-Oest, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Bianca Neumann sowie Physiotherapeutin Anne Uebeler. Zur Aufteilung der Behandlungsräume dienen teilweise die die Decke tragenden Balken.
Die Praxis, in der die Ärzte Dr. Klaus-Christian Quehl, Dr. Eike-Martin Quehl sowie Dr. Thea Gonsior tätig sein werden, wird durch den behutsam instandgesetzten und barrierefrei gebauten Haupteingang zugänglich sein. Rechts vom Haus wird ein Parkplatz angelegt. "Die alten Außenfenster wurden aus Denkmalschutzgründen nicht erneuert, sondern aufgearbeitet. Im Hausinneren wurden neue Fenster installiert", berichtet Wolfgang Krause. Drinnen erhält der Eingangsbereich einen Windfang. Zudem wurde eine kunstvolle, wahrscheinlich aus den Anfängen des 1834 erbauten Hauses stammende Tapete freigelegt. Sie soll zumindest teilweise weiterhin zu sehen sein. Auf den knapp 200 Quadratmetern der Praxis sind unter anderem vier Behandlungszimmer sowie ein Raum für Funktionsdiagnostik (Sonographie, Ergometrie, Lungenfunktion, EKG etc.) und Labor vorgesehen.
An alte Zeiten, als das Haus eine Bäckerei beherbergte, erinnert heute noch ein Backofen. Dessen Front wird aufgearbeitet und ein Blickfang im Ärzte-Wartezimmer. Der Rest des Ofens wird verputzt.
Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Etwa 100.000 bekommt die Gemeinde Salzhausen als Förderung vom Landesamt für Denkmalschutz. 90.000 Euro gibt es als Zuschuss aus EU-Mitteln, 20.000 Euro von der Bingo-Stiftung und 10.000 Euro von der Denkmalschutzabteilung des Landkreises Harburg.