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Abhilfe schaffen gegen multikulturelle Sprachbarrieren

Bei seinem Vortrag über die Flüchtlingssituation: Ehrenamtskoordinator Karsten Blau

Elbmarscher Ehrenamtskoordinator zur aktuellen Flüchtlingssituation

ce. Elbmarsch. Aus rund 15 verschiedenen Nationen stammen die derzeit in der Samtgemeinde Elbmarsch lebenden Flüchtlinge. Dieses multikulturelle Szenario bringt manches Konfliktpotenzial mit sich sowie mitunter sprachliche Probleme sowohl unter den Flüchtlingen als auch zwischen ihnen und den ehrenamtlich Aktiven, die die Asylbewerber unterstützen. Das betonte Karsten Blau, auch für die Flüchtlingsbetreuung in der Elbmarsch zuständiger Ehrenamtskoordiniator der Kommune, als er auf der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates eine Zwischenbilanz zog.
Zahlreiche Ehrenamtliche würden - so Karsten Blau - die englische, französische oder spanische Sprache beherrschen. Trotzdem sei es mitunter schwierig, mit den Flüchtlingen zu kommunizieren. "Um hier Abhilfe zu schaffen, wird für die Flüchtlinge in den Marschachter und Bütlinger Grundschulen in Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung in Lüneburg angeboten", erklärte Karsten Blau. Die freiwilligen Helfer unterstützten die Flüchtlinge zudem beispielsweise bei Behördengängen und Einkäufen.
Hinzu kämen als Angebote unter anderem Praktika in verschiedenen regionalen Firmen sowie Freizeitaktivitäten gemeinsam mit Sportvereinen. Über den Modellierungskursus, den die Tesper Künstlerin Angela Stehr für Flüchtlinge veranstaltete, hatte sogar das NDR Fernsehen berichtet.
In den Flüchtlingsunterkünften in Marschacht und Bütlingen sind laut Karsten Blau momentan insgesamt 116 Menschen untergebracht. Darüber hinaus leben unter anderem in Tespe zwölf Flüchtlinge in der ehemaligen Sparkasse und acht Asylbewerber in einer vom Landkreis Harburg angemieteten Wohnung. Nicht informiert sei er - so Blau - über Flüchtlinge, die nicht vom Landkreis in der Elbmarsch untergebracht seien, sondern hier über den Wohnungsmarkt eine Bleibe gefunden hätten.
Für die Zukunft hat sich Karsten Blau zum Ziel gesetzt, den Kontakt zu den Flüchtlingen aufrecht zu erhalten, Deutschkursus-Absolventen Plätze in Integrationskursen zu vermitteln und den Betreuten Arbeitsplätze zu vermitteln.