Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Absagen sind kein Thema - Polizei sieht derzeit keine erhöhte Gefährdungslage bei Faslamsumzügen

Die Festumzüge sind das Highlight bei den Faslamsveranstaltungen (Foto: archiv bs)
thl. Landkreis. An diesem Wochenende beginnen im Landkreis Harburg wieder die Faslamsumzüge. Events, auf die Hunderte Jecken seit Wochen hinarbeiten und auf die sich Tausende Menschen seit Monaten freuen. "Überschattet" werden die Festivitäten in diesem Jahr allerdings von den sexuellen Übergriffen mutmaßlicher Flüchtlinge in verschiedenen deutschen Städten und Orten in den vergangenen Wochen sowie von der Terrorangst.
Zwar sieht die Polizei derzeit keine Gefährungslage, dennoch wird es bei den Umzügen eine erhöhte Präsenz der Beamten geben - und zwar sowohl in Uniform als auch zivil. Das bestätigt Polizeichef Uwe Lehne dem WOCHENBLATT auf Nachfrage. Und: Eine kurzfristige Absage eines Umzuges aufgrund einer Veränderung der konkreten Sicherheitslage kann nie ausgeschlossen werden.
Daran wollen die Faslamsleute gar nicht denken. Zwar sei die aus Sicherheitsgründen getätigte Absage eines Karnevalsumzuges in Rheinberg (Niederrhein) genau so ein Thema wie die Absage des Braunschweiger Karnevalsumzuges im vergangenen Jahr (Anm. der Red.: Dort gab es eine Terrorwarnung), doch "eine Absage wäre ein völlig falsches Signal", sagt Simon Nimmerjahn, Vorsitzender des Fliegenberger Faslam. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden, um auf jegliche Situationsveränderungen schnell reagieren zu können." Zudem habe man einen Sicherheitsdienst engagiert, der dafür sorgen soll, dass alle Gäste friedlich feiern können.
Ähnlich sieht es Ninja Jankowski, Vorsitzende des Hoopter Faslam: "Unsere Gäste haben sich bisher immer als ausgesprochen entspannte Leute gezeigt, die einfach nur Spaß haben wollen. Wir haben keinen Anlass davon auszugehen, dass sich daran etwas geändert hat."
Bedauern über die Rheinberger Entscheidung äußern die Stöckter Faslamsbrüder. "Es ist schlimm, wenn Brauchtumsveranstaltungen vor derartige Entscheidungen gestellt werden", so Sprecherin Linda Wotka. "Wir stimmen uns seit Jahren eng mit der Polizei und der Stadt ab. So machen wir das auch dieses Jahr und werden entsprechende Vorkehrungen treffen, dass die Zuschauer einen schönen Umzug erleben werden."