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Ambulanter Hospizdienst bietet Trauergruppen für Kinder und Jugendliche an

Koordinieren das Angebot: Pia Kraft (li.) und Andrea Kenne (Foto: Wilfried Staake)
ce. Winsen. Zwei Trauergruppen für Kinder und Jugendliche, die einen Angehörigen verloren haben, bietet ab November der Ambulante Hospizdienst des Kirchenkreises Winsen an. "Damit erweitert der Dienst sein Angebot, schwerkranke und sterbende Menschen ehrenamtlich zu begleiten, um ein ganz wichtiges Element", sagt Andrea Kenne, die die Gruppenarbeit gemeinsam mit Pia Kraft koordiniert.
Ermöglicht wird das neue Angebot durch die jüngste Spendenaktion "Hand in Hand für Nordeutschland" des NDR. Sie unterstützte die Hospizarbeit in Norddeutschland. Der Winsener Hospizdienst hatte sich mit einem Konzept für Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen beworben. Jetzt kam die gute Nachricht: Über den Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband werden Fördergelder aus der Benefiz-Aktion zur Verfügung gestellt. Sie reichen allerdings nicht aus, um das gesamte Projekt zu finanzieren. "Die Fördergelder sind eine sehr gute Basis. Ohne 'Hand in Hand für Norddeutschland' hätten wir dieses Projekt nie starten können", freut sich Andrea Kenne. Sie wird jetzt nach weiteren Fördergeldern Ausschau halten. Der Schulungskurs für die Mitarbeiter, die die Gruppen betreuen werden, läuft bereits.
"Wenn Kinder und Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, ist nichts mehr wie früher", so Andrea Kenne. "Wir möchten den Betroffenen in der Gruppe Zeit und Raum zum Austauschen geben und über den Verlust zu sprechen.". Es werde aber auch gespielt, themenbezogen gebastelt und gemalt. Nur wer seine Trauer zulasse und auch durchlebe, könne sie gut verarbeiten. Kinder in ihrer Trauer wahrzunehmen und sie ihrem Alter entsprechend zu begleiten, ist den Hospiz-Mitarbeitern dabei ganz wichtig.
Mit dem Trauercafé, das jeweils am zweiten Sonntag im Monat in Winsen stattfindet, mache man bereits sehr gute Erfahrungen, ergänzt Pia Kraft, Mit-Koordinatorin beim Hospizdienst. 29 ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich sowohl um das Trauercafé als auch um die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. "Für Kinder gibt es bisher nur Trauer-Angebote in Hamburg, Lüneburg und Buchholz. Uns liegt aber an einem Wohnort-nahen Angebot, damit lange Fahrzeiten entfallen können", betont Pia Kraft.
- Wer sich für das Trauergruppen-Angebot interessiert und/oder dieses ehrenamtlich unterstützen möchte, meldet sich unter Tel. 04171 - 6900602 melden.