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Auf Dachboden entdeckt: Ehrenurkunde für Salzhäuser Brandschützer aus dem Jahr 1915

Wurde bei Sanierungsarbeiten entdeckt: die schmuckvoll verzierte Ehrenurkunde für Feuerwehrmann Karl Göttling aus dem Jahr 1915 (Foto: Mathias Wille)
ce. Salzhausen. Ein echter "Schatz" aus der Feuerwehrhistorie wurde jetzt im Rahmen der Sanierung eines alten Wohnhauses in Toppenstedt gefunden: Elektroinstallateur Alexander Harwath entdeckte auf dem Dachboden eine gerahmte, schmuckvoll verzierte Ehrenurkunde der Salzhäuser Brandschützer aus dem Jahr 1915. Harwath, selbst aktiv in der Feuerwehr Putensen, erkannte den ideellen Wert der Urkunde und durfte sie in Absprache mit dem Hauseigentümer mitnehmen.
Bei der zeitgeschichtlichen Rarität in der Größe DIN A3 handelt es sich um ein Ehrendiplom, das dem Salzhäuser Sattlermeister Karl Göttling am 20. August 1915 anlässlich seiner 25-jährigen Mitgliedschaft in der Feuerwehr im Namen des Feuerwehr-Verbandes für die Provinz Hannover überreicht wurde. Göttling war Gründungsmitglied der Feuerwehr Salzhausen, die am 20. August 1890 von engagierten Bürgern in Leben gerufen wurde. In der immer noch vorhandenen Niederschrift der Gründungsversammlung im Gasthaus Rüter ist er als 21. Mitglied aufgeführt.
Alexander Harwath nahm Kontakt mit Salzhausens Ortsbrandmeister Stephan Boenert auf und übergab ihm und Stellvertreter Lars Schulenburg den außergewöhnlichen Fund. Marco Beyer, Öffentlichkeitsbeauftragter der Salzhäuser Wehr, stellte Nachforschungen an und fand heraus, dass Karl Göttling 1867 in Lüneburg geboren worden war und 1891 die Toppenstedterin Katharina Rieckmann geheiratet hatte. Göttling verstarb 1947 kurz vor seinem 80. Geburtstag.
Stephan Boenert freute sich über das seltene Dokument. Nach Rücksprache mit Prof. Dr. Rolf Wiese vom Freilichtmuseum am Ehestorfer wird die Urkunde künftig dort aufbewahrt werden. Eine Kopie soll im Salzhäuser Feuerwehrgerätehaus einen Ehrenplatz erhalten.