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Auf einmal geht es doch - Stadt Winsen bietet längere Betreuung für Ganztagsschüler an

thl. Winsen. Plötzlich geht es doch: Die Stadt hat ein weitergehendes Betreuungsangebot für Ganztagsschulkinder geschaffen. Dieses Angebot gilt für die Grundschulkinder an der Hanseschule, Schule am Ilmer Barg und der Schule im Borsteler Grund. Diese Schulen werden ab zu offenen Ganztagsschulen, die im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben von montags bis donnerstags jeweils bis 15.30 Uhr eine Betreuung der Kinder vorhalten.
Noch vor drei Monaten sahen die Mehrheitsgruppe aus CDU und Gruppe Winsener Liste/FDP sowie die Verwaltung diese Zeiten als ausreichend an. Ganz im Gegensatz zur Opposition (SPD, Gruppe Grüne/Linke, Freie Winsener), die darauf hin wies, dass es Eltern gebe, die länger als 15.30 Uhr und vor allem auch freitags arbeiten müssten (das WOCHENBLATT berichtete).
Jetzt die Kehrtwende: Für Eltern oder Alleinerziehende, die insbesondere aus beruflichen Gründen auf eine über die Schulzeiten hinaus gehende Betreuung angewiesen seien, könne montags bis donnerstags eine zusätzliche Betreuung bis 17 Uhr und freitags bis 15.30 Uhr bei dem privaten Betreuungsverein PaedIn aus Lüneburg dazu gebucht werden. Die Kosten belaufen sich auf 11,50 Euro pro Betreuungstag im Monat (Montag – Donnerstag) und freitags 20 Euro, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt.
Eine Ferienbetreuung kann bei PaedIn ebenfalls in Anspruch genommen werden. Die Kosten hierfür belaufen sich pro Woche auf 70 Euro für eine Betreuungszeit von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr. Eine Betreuung der Kinder ganztags bis 16 Uhr kostet inklusive des Mittagsessens 125 Euro/Woche.
Der Verwaltungsausschuss hat dieser Konzeption bereits zugestimmt, die Stadt übernimmt die nicht gedeckten Kosten. „Damit ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Stadt Winsen ein erhebliches, weiteres Stück voran gekommen“, freut sich Bürgermeister André Wiese (CDU).
In der Opposition ist man wenig verwundert über diesen Rückwärtssalto. "Was jetzt als gute Tat der CDU-regierten Stadt verkauft, ist Wahrheit nichts anders als der Beginn des Wahlkampfes. Denn offensichtlich haben die Christdemokraten und ihre Mitstreiter gemerkt, dass ihre Entscheidung beim Wähler nicht so gut ankam", so ein Politiker. "Jetzt aber die Sache als ihre Idee zu verkaufen, ist ein ganz schlechter Stil."