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Ausbildungsbörse in Buchholzer Empore war ein Besuchermagnet

Am Stand des Tostedter Autohauses Meyer (v. re.): die Mitarbeiter Olaf Schröder und Alexander Ruge sowie Kamal Mohamed Ali Shire und Karl-Heinz Kühl, der ihn ehrenamtlich betreut
ce. Buchholz. "Der Besuch hier hat sich wirklich gelohnt!" Das war die einhellige Meinung vieler junger Leute, die sich am Samstag bei der Ausbildungsbörse unter dem Motto "Das bringt mich weiter" in der Buchholzer Empore über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten für dieses und das nächste Jahr informierten. Veranstalter des schon traditionellen Aktionstages waren die Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen und das Jobcenter des Landkreises Harburg.
In den Räumen der Empore präsentierten sich insgesamt rund 50 Unternehmen und Institutionen aus der Region, um Interessierte durch Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung zu unterstützen - von A wie Ambulanter Hauspflege-Dienst Ole Bernatzki über K wie Karosserie- und Lackierzentrum Grundt bis W wie Wilhelm Reuss-Lebensmittelwerk. Zudem wurde auch ein Fotoshooting für Bewerbungsfotos angeboten.
"Ich interessiere mich für technische und Kfz-Berufe", sagte Kamal Mohamed Ali Shire (22), der sich am Stand des Tostedter Autohauses Meyer beraten ließ. In dem Betrieb werden derzeit unter anderem Kfz-Mechatroniker und Teildienstmitarbeiter gesucht. "Es wäre schön, wenn ich ihm bei der Jobsuche etwas auf die Sprünge helfen könnte", sagte Karl-Heinz Kühl aus Buchholz, der den aus Somalia stammenden Flüchtling und dessen Frau ehrenamtlich betreut. "Zum Einstieg bieten wir für Flüchtlinge Praktika an. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, denn die Schutzsuchenden haben oft einen hohen Vorbildungsstand", erklärte Olaf Schröder, kaufmännischer Serviceleiter im Autohaus Meyer, und Alexander Ruge, der dort Auszubildender im dritten Lehrjahr ist.
"Von den rund 30 Gesprächen, die wir an unserem Stand geführt haben, ging es leider nur bei etwa einem Dutzend um eventuelle Bewerbungen für die von uns ausgeschriebenen Lehrstellen als Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel. Da ist noch Luft nach oben", zog Florian Fiedler, Regionalverkaufsleiter von Aldi in Seevetal, eine durchwachsene persönliche Bilanz. "Es gibt viele Aufstiegsmöglichkeiten, und der Umgang mit den Kunden macht großen Spaß", begründeten Jennifer van den Abbeele (25) und Ann-Kathrin Friede (21), beide Auszubildende im dritten Lehrjahr, weshalb sie gerne bei Aldi arbeiten.
Grund zur Freude hatten Michael Dethloff, Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, und die dort als Pflegepädagogin arbeitende Beate Hofmann: "Wir haben diesmal von jugendlichen Besuchern gleich drei Bewerbungen in die Hand gedrückt bekommen. Das Interesse war deutlich größer als im Vorjahr!"
"Hochzufrieden" war Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Andreas Baier. "Vom Tischler bis zum Kfz-Bereich - die Nachfrage war auch quer durch alle Handwerksberufe sehr groß", erklärte er gegenüber dem WOCHENBLATT. Und Arbeitsvermittler Martin Siebert vom Jobcenter ergänzte: "Viele Besucher lobten die Vielfalt der vorgestellten Ausbildungsberufe - ein tolles Feedback für diese Börse."