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Ausleihen rückläufig - Stadtbücherei schließt 2016 mit einem Minus ab

Ekkehard Sallmann geht davon aus, dass die Zahl der Ausleihen wieder ansteigen wird (Foto: thl)
thl. Winsen. „Die Jahreszahlen der Stadtbücherei für 2016 sind unterdurchschnittlich.“ Das stellte jetzt der Leiter der städtischen Einrichtung, Ekkehard Sallmann, fest. Über die Ursachen könne er nur mutmaßen. Nach 18 Jahren seien die Benutzungsgebühren zum 1. Januar 2016 erstmalig auf das Niveau der Entgelte in vergleichbaren Kommunen angehoben worden. Eine Woche lang war die Einrichtung wegen der Erneuerung des Fußbodenbelags im Erdgeschoss komplett geschlossen. Und darüber hinaus gab es über das Jahr immer wieder technische Probleme mit dem Personenaufzug, was die Nutzung der Bücherei eingeschränkt habe. Das alles ist wohl nicht ohne Auswirkung auf das Jahresergebnis geblieben.“
Aus einem Bestand von 48.366 Medien hat es 2016 insgesamt 198.674 Ausleihen gegeben. In den Vorjahren lag diese Zahl regelmäßig über 200.000. Ausgeliehen wurden 79.278 Mal klassische Printmedien. Hier waren Kinder- und Jugendbücher am stärksten nachgefragt (31.822 Ausleihen), gefolgt von Sachbüchern (25.144) und Romanen (22.312). 104.117 Ausleihen betrafen sogenannte Non-Book-Medien, also Hörbücher, CDs, DVDs und CD-ROM. Virtuelle Medien wie eBooks, ePaper, eMusik, eVideos und eAudios wurden 15.279 Mal nachgefragt.
Die Zahl der aktiven Nutzer (mit einem Bibliotheksausweis) belief sich auf 3.521 Personen, davon sind 852 bis zwölf Jahre und 552 über 60 Jahre alt. Besuche mit Entleihungen hat es 48.594 gegeben. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um gut 6.000 zurückgegangen.
Ekkehard Sallmann ist überzeugt, dass sich die Zahlen wieder nach oben entwickeln werden: „Unser Angebot ist attraktiv, reichhaltig und vielfältig. Der Aufgabe, die Lese-, Informations- und Medienkompetenz zu fördern, werden wir damit gerecht. Die Rahmenbedingungen in der Stadtbücherei sind gut. Und eine Jahresgebühr von jetzt 15 Euro – ermäßigt beträgt sie sogar nur 7,50 Euro – kann objektiv eigentlich niemanden von der Benutzung der Bücherei als wichtigen Bildungsraum abhalten.“