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Bald "tote Hose" in der Stadthalle?

Sein Vertrag läuft Ende August aus: Hallenpächter Ulrich Meyer
ce. Winsen. Als "attraktives Kommunikationszentrum in zentraler Lage" bewirbt die Stadt Winsen die von ihr im Jahr 1980 errichtete Stadthalle. Aber wenn das Haus tatsächlich so attraktiv ist, warum wird das Rathaus dann bei der Suche nach einem neuen Pächter für das Zentrum seit einem Jahr nicht fündig?
Zum 31. August läuft der befristete Vertrag mit dem bisherigen Pächter Ulrich Meyer (63) aus, der die Geschicke der Stadthalle mit eigenem Restaurant seit zehn Jahren leitet. "Das Restaurantgeschäft ist rückläufig, weil die Menschen überwiegend hierher kommen, um Veranstaltungen zu besuchen, und nicht, um etwas zu verzehren", sagt Meyer. "Veranstaltungsmäßig läuft es jetzt im Winter ganz gut mit Theatergastspielen und Konzerten", so Meyer weiter. Oft genug gebe es aber auch längere Durststrecken. Ehrenamtliche Organisationen wie die Feuerwehr oder die Arbeiterwohlfahrt kämen regelmäßig her, könnten aber keine hohe Raummiete für ihre Veranstaltungen zahlen. Events mit Banken oder Autohäusern lohnten sich da schon eher. "Grundsätzlich war es nie ganz leicht, die Stadthalle am Leben zu erhalten", räumt Meyer ein. An die Stadt, die die Halle in der Vergangenheit mit hohen Zuschüssen unterstützte, appelliert Ulrich Meyer: "Sie muss auch den neuen Pächter auf finanziell gesunde Füße stellen, damit er oder sie von dem Betrieb leben kann."
Die Stadt sucht unterdessen mithilfe verschiedener Medien nach einem neuen Hallenpächter. Mit mäßigem Erfolg: "Die Bewerbungslage ist eher mau", erklärt Stadtsprecher Theodor Peters. Es habe bereits einige Interessenten gegeben, die inzwischen aber wieder abgesprungen seien. Nach WOCHENBLATT-Informationen wollte unter anderem ein Veranstalter aus Köln aus der Stadthalle ein Eventzentrum für türkische und kurdische Hochzeiten machen. "Spätere Heirat ausgeschlossen", hieß es seitens der Stadt, die das Vorhaben ablehnte.