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Bessere Versorgung bei Krisen als Ziel

Partner des Sozialpsychiatrischen Verbundes (v. li.): Holger Maack, Reiner Kaminski, Stefanie Oertzen, Dr. Peter Schlegel, Andrea Picker, Marc Koch, Dr. Sebastian Stierl und Christian Berndt (Foto: Landkreis Harburg)

Sozialpsychiatrischer Verbund im Landkreis Harburg tagte in Winsen

ce. Winsen. "Was hilft in der Krise zu Hause?": Mit dieser Frage beschäftigte sich über 180 Fachleute der im Sozialpsychiatrischen Verbund des Landkreises Harburg organisierten Einrichtungen auf ihrer jährlichen Fachtagung, die kürzlich in Winsen stattfand. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die ambulante und aufsuchende Arbeit der Sozialpsychiatrie im heimischen Umfeld der Patienten. "Mit diesem Ansatz verstärken wir unsere Bemühungen zur Vermeidung einer stationären Behandlung", erklärte Dr. Peter Schlegel, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis.
Dem Netzwerk des Sozialpsychiatrischen Verbundes gehören Therapeuten und Fachärzte aus Kliniken und Praxen, Mitarbeiter der im Verbund organisierten Hilfeanbieter, alle Kostenträger sowie psychisch Kranke und ihre Angehörigen an. Als Verbundpartner nahmen an der Tagung in Winsen neben Peter Schlegel unter anderem teil: Holger Maack und Stefanie Oertzen von der gemeinnützigen HiPsy GmbH ("Hilfe für psychisch kranke Menschen"), Reiner Kaminski (Bereichsleiter Soziales beim Landkreis), Andrea Picker (Herbergsverein Winsen), Marc Koch (Psychiatrisches Wohn- und Pflegeheim Haus Hoheneck), Dr. Sebastian Stierl (Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL)) sowie Superintendent Christian Berndt als Vertreter des Kirchenkreises und des Herbergsvereins Winsen.
Zu den Hauptreferenten zählten Jessica Reichstein und Malte Johannsen von der Integrierten Versorgung Hamburg-Süd, die mit Einrichtungen im Kreis Harburg kooperiert. Sie beleuchteten in ihrem Vortrag "Krisen als Aufforderung, im Netzwerk und im Gemeinwesen zu arbeiten".
Auf der Tagung kam auch die im nächsten Jahr geplante Eröffnung einer Psychiatrischen Tagesklinik mit Institutsambulanz der PKL in der Winsener Schmiedestraße zur Sprache. "Eine intensivere Zusammenarbeit dieser Klinik mit einer Kontakt- und Begegnungsstätte inklusive Ergotherapie-Praxis und ambulanten Hilfen, die HiPsy Ende 2016 in der Marktstraße eröffnen will, und die Einbindung des Sozialpsychiatrischen Dienstes entsprechen genau dem, was wir uns für eine bessere und flexiblere Versorgung im Landkreis wünschen", erklärte Dr. Sebastian Stierl.