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Bis zu 55 neue Stellplätze

Die P&R-Anlage am Penellweg ist täglich hoffnungslos überfüllt. Viele Pendler parken deshalb wild in der Gegend (Foto: thl)
Gemeinde Stelle will Parkanlage am Bahnhof deutlich vergrößern / Mehr Bedarf als gedacht

thl. Stelle. Die Gemeinde Stelle erlebt derzeit einen echten Boom, der der Kommune allerdings richtig Geld kostet: einem Pendler-Boom. Immer mehr Arbeitnehmer nutzen die Pkw-Stellplätze an den Bahnhöfen Ashausen und Stelle, um dann mit dem Metronom weiter nach Hamburg zu fahren.
Während es in Ashausen derzeit offenbar ausreicht, dass die Gemeinde auf den seitlichen Durchfahrten zu den Parkbuchten weitere Stellplätze eingerichtet hat, platzt die Anlage in Stelle aus allen Nähten. Nachdem dort zunächst 28 weitere Parkplätze entstehen sollten, sprach man zuletzt von 40. Nun ist klar, dass nahezu alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen, um noch mehr Plätze (bis zu 55) zu schaffen. Das Problem dabei sind die Kosten. Von zunächst 106.000 Euro sind diese für die neue Planung bereits auf 147.000 Euro gestiegen. Eine weitere Steigerung, auch aufgrund der guten Konjunkturlage der Baufirmen, ist nicht auszuschließen.
Die neuen Stellplätze sollen im Eckbereich Penellweg/Steller Chaussee entstehen (das WOCHENBLATT berichtete), etwa 300 Meter vom Bahnhof entfernt. Weitere Plätze sollen im Bereich der jetzigen P&R-Anlage geschaffen werden, darunter auch Käfige für Fahrräder. Zudem will die Gemeinde zwischen der alten und neuen Anlage einen Fußweg realisieren. Dafür muss die Verwaltung allerdings bis zum 31. Mai einen Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover einreichen. Findet dieser Zustimmung, bekommt die Gemeinde 75 Prozent der förderfähigen Kosten zurückerstattet.
Ob die Parkplätze weiterhin kostenfrei bleiben, ist derzeit noch offen. Denn Fakt ist, dass zahlreiche Pendler aus dem Steller Umland die Plätze nutzen. Vor allem Winsener parken hier sehr oft, seitdem die Stadt ein kostenpflichtiges Parkhaus am Bahnhof errichtet hat. Da nehmen es die Pendler sogar in Kauf, dass sie mit dem Auto etwas weiter fahren müssen und der Metronom bis Hamburg an jedem Bahnhof anhält und entsprechend länger unterwegs ist, als der Regio-Express, der auch in der Luhestadt hält.