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Breite Front gegen Y-Trasse beim ersten überregionalen Treffen der Bürgerinitiativen

Ausbau vorhandener Bahnstrecken statt Neubau von Schienenrouten: Das ist eine der Forderungen der Bürgerinitiative gegen die Y-Trasse (Foto: archiv)
ce. Landkreis. Ein breiter Konsens über gemeinsame Ziele herrschte beim ersten überregionalen Treffen der Bürgerinitiativen (BI) gegen die Y-Trasse und die geplanten neuen Alternativ-Varianten. Eingeladen hatte der Umweltschutzverband Bothel/Brockel (Landkreis Rotenburg/Wümme). Aus dem Landkreis Harburg nahmen die BI Thieshope und das von Winsen aus aktive Bürgerbündnis Nordheide teil. Beim Treffen wurden die Forderungen gegenüber Bahn, Bund und Land geklärt und die Positionen der Trassengegner im voraussichtlich im Januar startenden Bürgerbeteiligungsverfahren vorbereitet.
Die Teilnehmer legten folgenden Forderungskatalog fest:
- Realistische Prognose als Grundlage: Die Ausgangsdaten für den Bedarf an zusätzlichen Schienenkapazitäten sollen nochmals kritisch geprüft und den betroffenen Bürgern zu Beginn des Beteiligungsverfahrens schlüssig und verständlich dargelegt werden. Angekündigte utopische Wachstumsraten für den Gütertransport aus dem Hamburger Hafen ins Hinterland seien in der Vergangenheit schon oft nicht realisiert worden.
- Ausbau vor Neubau: Alle beteiligten BIs ziehen den intelligenten Ausbau vorhandener Bahnstrecken zur Kapazitätserweiterung einem Strecken-Neubau und der damit verbundenen Zerschneidung von Landschaften vor. Voraussetzung dafür müsse eine optimale Ausstattung der betroffenen Schienenrouten mit Lärmschutzeinrichtungen sein.
- Neutrale fachliche Beratung im Zuge der Bürgerbeteiligung: Die meisten BIs sehen sich nicht imstande, technische Planungen, die von Bahnexperten vorgelegt werden, so zu prüfen, dass eine objektive Bewertung möglich ist. Auch für die Erarbeitung und Prüfung eigener Alternativen sei fachliche Unterstützung unerlässlich. Die BIs fordern daher die Einsetzung eines Gutachters, der von ihnen ausgewählt und aus Mitteln des Planungsverfahrens bezahlt wird.
- Besetzung des Gremiums im Beteiligungsverfahren: Das Land hat die von den Trassenplänen betroffenen Landkreise aufgefordert, Teilnehmer für das Beteiligungsgremium zu benennen. Die BIs befürchten, dass sie bei einer Besetzung mit Vertretern aus Kommunen, Kreisen, Politik und etablierten Umweltverbänden unterrepräsentiert sein werden. Die Initiativen plädieren deshalb dafür, dass mindestens eine einfache Mehrheit der Gremiumsteilnehmer aus ihren Reihen benannt wird.
Für Dezember haben die BIs gegen das Trassen-Vorhaben ein Treffen in Soltau vereinbart, um ihre Aktivitäten vor Beginn des Beteiligungsverfahrens im Januar weiter abzustimmen.