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"Büttenwarder"-Style muss sein: Michael Lennemann baute Pferdesarg und Boxring für neue Folgen der TV-Kultserie

Tierische letzte Ruhestätte: Kulissenbauer Michael Lennemann mit dem von ihm gebauten Pferdesarg (Foto: Lennemann)
ce. Salzhausen. Showdown in der TV-Kultserie "Neues aus Büttenwarder": Stallknecht Kuno (Sven Walser) tritt zum Boxkampf gegen Trillionärssohn Markus Mörkelmeyer (Tobias Licht) an, der ihm einst eine Frau ausspannte. Der Sieger des Fights wird gekürt in der neuen "Büttenwarder"-Folge "Groggy", die am Freitag, 30. Dezember, im NDR läuft - und für die Kulissenbauer Michael Lennemann (57) aus Salzhausen den Boxring baute.
"Der Ring durfte nicht zu professionell aussehen, sondern sollte den typischen amateurhaften Büttenwarder-Style haben. Gleichzeitig musste er aber natürlich auch authentisch wirken und stabil genug sein, damit die Boxer darauf 'herumturnen' konnten", bringt Lennemann die Vorgaben für seine Konstruktion auf den Punkt. Im heimischen Garten in der Heide baute er sie probehalber auf, zerlegte sie anschließend in ihre Einzelteile und transportierte die Kulisse so zum Drehort im Kreis Stormarn. Vor dem Gasthof steigt in der Serienepisode nun Kuno - Kampfname "Groggy" - in den Ring, nach besten Kräften unterstützt von seinen Trainern Adsche (Peter Heinrich Brix) und Onkel Krischan (Hans Kahlert).
Seit rund 16 Jahren arbeitet Michael Lennemann unter anderem für den Fernsehhit "Büttenwarder". "In Zusammenarbeit mit unserem Szenenbildner Michael Möldner fällt 'Lenny' immer eine Lösung ein - und wenn sie noch so unkonventionell ist", weiß Regina Kowalski zu berichten. Die Winsenerin ist Produktionsleiterin der Hamburger Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft, die "Büttenwarder" auf den Bildschirm bringt.
Eine unkonventionelle Marktnische für Bestatter in Reiterregionen könnte der Pferdesarg sein, den Michael Lennemann für die ebenfalls am Freitag laufende "Büttenwarder"-Folge "Black Bronco" schuf. Darin wollen Adsche und sein Freund Kurt Brakelmann (Jan Fedder) auf dem Brachland einen Tierfriedhof eröffnen, um ans große Geld zu kommen. Wenn sie binnen vier Wochen mindestens drei Kunden gewinnen, verspricht der Bürgermeister Bares aus der Gemeindekasse als Zuschuss. "Für die letzte Ruhestätte haben wir mit drei Mann im Schweiße unseres Angesichts ein 6 x 6 Meter großes Erdloch gebuddelt, da man im Film später keine Baggerspuren sehen durfte. Den Sarg mit den Konturen eines Pferdes baute ich aus Metall, Holz und anderen zusammengesuchten Stoffen", berichtet Lennemann.
Ein Pferd spielt auch die Hauptrolle im Film "Ostwind 3", für den Michael Lennemann kürzlich in Kassel und in Andalusien die Kulissen schuf. Wer das Ergebnis bestaunen will, hat dazu voraussichtlich ab Ende Juni/Anfang Juli nächsten Jahres im Kino Gelegenheit.
- Die Folgen "Black Bronco" und "Groggy" aus der Serie "Neues aus Büttenwarder" sind am Freitag, 30. Dezember, um 20.45 Uhr bzw. 21.10 Uhr im NDR zu sehen.