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"Dankbar für meine Gesundheit!"

Freut sich ihres Lebens: Hanchen Stümer mit Hund "Tommy"
ce. Luhmühlen/Westergellersen. "Es geht mir immer noch gut, und darüber bin ich froh und dankbar!" Das sagt Hanchen Stümer aus Luhmühlen, die seit einem Jahr im Senioren- und Pflegeheim Mackenthun im benachbarten Westergellersen lebt - und dort am Sonntag, 10. April, ihren 105. Geburtstag feiert. Damit ist die rüstige Dame eine der ältesten Menschen in der Region.
Das Jahr 1911: Damals wurde weltweit erstmals der "Internationale Frauentag" gefeiert und Richard Strauss' Operette "Der Rosenkavalier" uraufgeführt. Im gleich Jahr erblickte Hanchen Paulsen - so ihr Mädchenname - in Hamburg das Licht der Welt. Der Vater arbeitete als Prokurist im Hafen, die Mutter sorgte als Hausfrau für Hanchen und deren zwei Geschwister. Hanchen besuchte eine Schule für so genannte "höhere Töchter", bevor sie auf einer Mädchenfachschule Stopfen, Nähen und Häkeln lernte. Ihr Eltern seien überzeugt gewesen, dass "eine Frau diese Dinge perfekt beherrschen muss", erinnert sich die Seniorin.
Nach dem Ersten Weltkrieg betrieben ihr Vater und ihre Mutter in Hamburg eine Kneipe, in der die Tochter in der Freizeit aushalf. Mit 18 Jahren lernte sie dort Walter Stümer kennen, der eine große Fischräucherei besaß. Beide verliebten sich und feierten 1935 Hochzeit. Ein Jahr später erblickte Sohn Albert das Licht der Welt, gefolgt von Bruder Klaus (1938) und Schwester Helga (1943).
Aufgrund einer Gehbehinderung musste Walter Stümer im Zweiten Weltkrieg nicht an die Front, sondern Bürodienst für die Wehrmacht schieben. Bei den Bombenangriffen auf Hamburg mussten die Stümers mit ihren Kindern jede Nacht in den Luftschutzkeller. "Unser Haus blieb zum Glück weitgehend heil", blickt Hanchen Stümer heute zurück.
Nach dem Tod ihres Mannes 1963 blieb sie bis 1985 in Hamburg und zog dann zu ihrer Tochter nach Luhmühlen. Seit Januar 2015 lebt sie im Seniorenheim, hat aber noch regen Kontakt zu ihrer Familie. Zu der gehören neben den drei Kindern sieben Enkel und ebenso viele Urenkel. Im Heim spielt sie gerne Bingo und ist auch beim Kegeln dabei. "Außerdem verfolge ich im Fernsehen, was in der Welt geschieht. Ich wünsche mir, dass ich noch lange so gesund bleibe wie jetzt."