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"Das ist hier viel zu eng"

ce. Winsen. "Ein Behindertenparkplatz muss per Gesetz 7,50 Meter lang und 2,50 Meter breit sein. Das kommt hier nie im Leben hin!" Der aufgrund einer Kinderlähmung stark gehbehinderte Rentner Josef Lorenz (77) aus Winsen sitzt in seinem vor dem Winsener Rathaus abgestellten Wagen und ärgert sich. Die Parkplätze für Gehandicapte dort sind - das WOCHENBLATT hat nachgemessen - lediglich vier Meter lang und zwei Meter breit. "Wenn ich oder meine Frau meinen Rollstuhl aus dem Kofferraum wuchten müssen, brauchen wir dafür einen Spielraum von gut 1,50 Meter. Doch den haben wir hier nicht", sagt Lorenz. Wenn hinter ihm noch ein Auto parke, sei es fast unmöglich, an den Rollstuhl zu gelangen. Lorenz: "Das muss die Stadt dringend etwas unternehmen!"
"Die gesetzlichen Richtlinien für Behindertenparkplätze lassen einen gewissen Spielraum, wenn diese Plätze nicht dicht an dicht nebeneinander liegen, sondern zur Seite hin frei sind. Dies ist vor unserem Rathaus der Fall, wo die Stellflächen an die Straße angrenzen", erklärt Stadtsprecher Theodor Peters auf WOCHENBLATT-Anfrage. Hinter dem Haus gebe es Gehandicapten-Parkplätze mit den vorgeschriebenen Maßen. Vor dem Verwaltungssitz habe man "mit einfachen Mitteln" ebenfalls ein Parkangebot für Behinderte schaffen wollen. Aber auch hier solle es bald ganz korrekt zugehen: "Im Sommer finden auf dem Areal vor dem Rathaus Umbauarbeiten statt. In deren Zuge wollen wir Behindertenparkplätze anlegen, die tatsächlich 7,50 x 2,50 Meter groß und somit problemlos zu nutzen sind", kündigt Peters an.