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"Das ist unzmutbar" - Winsener gründen Bürgerinitiative

Die Mitglieder der Initiative haben die Nase voll von Staub und Lärm vor ihren Haustüren
thl. Winsen. "Lärm zerstört, Lärm ist Körperverletzung" - unter diesem Motto hat sich die "Bürgerinitiative gegen Staub und Lärm" gegründet. In der Initiative sind Anwohner des Verladebahnhofes an der Kleinbahn und der OHE-Strecke zum Nettelberg organisiert. Hintergrund: 2015 wurde am Bahnhof mit dem Umschlag von Rohmaterialien für das neu erbaute Asphaltmischwerk der Firma Bunte (Gewerbegebiet Osterwiesen) und für anderen Bauunternehmen begonnen. Das hatte für die dort wohnenden Menschen erhebliche Folgen (das WOCHENBLATT berichtete). "Der Staub und der Lärm waren einfach unzumutbar", sagt Jörg Eckhoff, Sprecher der Initiative.
Mehrfach beschwerten sich die Betroffenen bei Politikern und der Stadtverwaltung. Diese suchte auch das Gespräch mit der Firma Bunte. Das Unternehmen versprach, sich um eine andere Entladestelle zu bemühen und nahm die alten Nettelberg-Bahnstation ins Visier. Damit sind die Anwohner der Bahnstrecke allerdings überhaupt nicht einverstanden. Grund: Sie befürchten erhebliche Erschütterungen für ihre Häuser und drastische Einbußen in der Lebensqualität. "Ein Güterzug besteht aus etwa 50 Waggons und hat ein Gewicht von rund 2.700 Tonnen", so Eckhoff. "Das aber weder der Verladebahnhof noch die Nettelberg-Station für solche langen Züge ausgelegt sind, müssen die Züge geteilt werden und in einer engen Taktung fahren." Hinzu komme ein erheblicher Lkw-Verkehr. "In Kürze beginnt die die Sanierung der A39. Dann haben wir am Bahnhof rund 200 Lkw-Fahrten pro Tag", weiß Eckhoff.
Dass die Züge irgendwo entladen werden müssen, ist den Mitgliedern der Initiative klar. Deshalb fordern sie u.a. Maßnahmen zum Schutz vor Staub und Lärm sowie die Prüfung von alternativen Entladeorten.
Die "Initiative gegen Staub und Lärm" trifft sich jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr in den Räumen der Firma Alfred Kuhse, An der Kleinbahn 39. Interessierte sind herzlich willkommen. Mehr Infos gibt es bei Jörg Eckhoff, Tel. 04171 - 77833, oder Sven Malczak, Tel. 04171 - 7959258.