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"Das System durchrütteln": Migrations-Landesbeauftragte Doris Schröder-Köpf besucht Flüchtlings-Modellprojekt "Darius" in Winsen

Vor dem Lehrlingswohnheim: Doris Schröder-Köpf (vorne, 4. v. li.) und Svenja Stadler (vorne, 4. v. re.) mit Teilnehmern des Flüchtlingsausbildungsprojektes, darunter dessen Namensgeber Darius Zozo (Mi.) (Foto: Svenja Stadler)
ce. Winsen. „Wir bräuchten einen Rucksack, aus dem - je nach Bedarf - die Maßnahmen entnommen werden könnten, die ein Flüchtling auf dem Integrationsweg benötigt.“ Das erklärte jetzt Doris Schröder-Köpf, SPD-Landtagsabgeordnete und Niedersachsens Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, als sie auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler das Flüchtlings-Modellprojekt "Darius" in Winsen besuchte. Ziel der von der Stadt und dem Kirchenkreis Winsen sowie anderen beteiligten Institutionen Anfang 2016 gestarteten Initiative ist es, Flüchtlingen schnell zu einem Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu verhelfen. Unterstützt wird das Projekt von den Berufsbildenden Schulen (BBS) Winsen, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter des Landkreises Harburg, der Kreishandwerkerschaft, Kreisvolkshochschule (KHVS), dem Landkreis und dem Herbergsverein Winsen (das WOCHENBLATT berichtete).
Nach einem Gespräch in der Superintendentur, bei dem Vertreter des Kirchenkreises Winsen, der Stadt, des Herbergsvereins und aus den Reihen der Ehrenamtlichen Doris Schröder-Köpf trafen, besuchte diese das Lehrlingswohnheim in der Deichstraße. Dort traf sie auf mehrere Teilnehmer des Projektes, darunter Namensgeber Darius Zozo von der Elfenbeinküste. Schröder-Köpf zollte den Beteiligten hohen Respekt für ihr Engagement, obwohl die Umstände längst nicht optimal seien. „Wir sind de facto, allerdings nicht systemisch ein Einwanderungsland“, so die Landesbeauftragte. „Wenn die Integration der Zugewanderten aber nachhaltig gelingen soll, muss das System ordentlich durchgerüttelt werden.“
Die Idee vom „Rucksack“, aus dem man sich Zeit oder Geld fischen kann, etwa um einen Sprachkurs zu absolvieren, kam bei den Projekt-Beteiligten gut an. Er wäre ein Gegenkonzept zu den allzu bürokratisch aufgebauten und oft hinderlichen Bestimmungen, waren sich alle einig.
- Den Edeka Meyer-Märkten in Nenndorf und Hittfeld stattete SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler kürzlich einen Besuch ab. In Nenndorf informierte sie sich bei Markt-Inhaber Herbert Meyer über die Erweiterungspläne. In Hittfeld setzte sich Stadler persönlich an die Kasse, um Einkäufe der Kunden abzuscannen. Die dabei gewonnenen Einnahmen von 410 Euro rundete Herbert Meyer großzügig auf 1.000 Euro auf. Das Geld wurde auf Wunsch von Stadler an den Präventionsrat Seevetal übergeben.