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Dem Goethe-Freund auf der Spur: Jürgen A. Schulz hat Film über Johann-Peter Eckermann fertiggestellt

Dokumentarfilmer aus Leidenschaft: Jürgen A. Schulz mit einem Projektor von 1926 aus seiner Sammlung
ce. Asendorf. "Personen, die Geschichte geschrieben haben - Sie prägten unsere Zeit" heißt eine Dokumentarfilm-Reihe des Journalisten und Filmemachers Jürgen A. Schulz (77) aus Asendorf. Den jüngsten Film hat Schulz jetzt fertiggestellt: "Johann Peter Eckermann - der Mann an Goethes Seite" wird am Montag, 24. März, um 17 Uhr im Winsener Marstall erstmals vom Heimat- und Museumverein öffentlich präsentiert.
Gut zwei Jahre haben Schulz und sein Team an dem Film gearbeitet. Mit viel Lokalkolorit zeichnen sie den Lebensweg Johann Peter Eckermanns (1792 - 1854) nach - von dessen Einstieg ins Berufsleben als Amtsschreiber in seiner Geburtsstadt Winsen über die Jahre als Dichter und Student in Hannover und Göttingen bis zur langjährigen Freundschaft mit Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Der Dichter machte Eckermann zum Herausgeber seiner Brief- und Lyrikbände. Berühmt wurden die von Eckermann verfassten "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens".
Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Schulz' Ehefrau Christa, Ilona Johannsen vom Heimat- und Museumverein Winsen, dem Grünen Kreis Stelle, Dr. Herbert Schwiegk vom Rotary Club Winsen, dem Landkreis Harburg, der einen Zuschuss gab, und Literatur-Historiker Dr. Egon Freitag aus Weimar. "Bei Testvorführungen fand der Film, der auch an die weiterführenden Schulen im Kreis Harburg verschickt wird, großen Anklang", freut sich Jürgen A. Schulz.
Auch er selbst hat mit seinem Wirken Zeitgeschichte (auf)geschrieben. Der gebürtige Bergedorfer war nach dem Besuch der Journalistenschule in Darmstadt ab Ende der 50er Jahre für renommierte Zeitungen und Presseagenturen als Reporter im Einsatz. Seit 1953 ist er zudem passionierter Dokumentarfilmer. Seine Impressionen von Reisemobil- und Segeltouren durch ganz Europa begeisterten ebenso die Zuschauer wie seine Erlebnisse auf den Spuren des legendären Feldherrn Hannibal. Viel Beifall fanden auch Schulz' Porträts des Heidepastors Wilhelm Bode und der Herzogin Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, die einst in Winsen residierte.
"Der Eckermann-Streifen ist wahrscheinlich mein letzter großer Film", sagt Jürgen A. Schulz. "Das Reisen wird aber mein liebstes Hobby bleiben, und ich interessierte mich auch in Zukunft für alles, was mit bewegten Bildern zu tun hat", sagt Schulz, der eine umfangreiche Sammlung von Film- und Fotokameras besitzt.
- Der Film "Johann Peter Eckermann - der Mann an Goethes Seite" ist ab 11. März auf einer Einzel-DVD und in einer Dreier-Box mit den Filmen über Pastor Bode und Herzogin Dorothea in Winsen im Marstall und in der Buchhandlung Decius (Rathausstraße erhältlich).