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"Die Leute wollen die Märkte"

Jens-Detlef Hansen will den Kampf für Sonntags-Flohmärkte nicht aufgeben
thl. Winsen. Auch wenn es aussichtslos scheint - Flohmarkt-Veranstalter Jens-Detlef Hansen aus Winsen gibt seinen Kampf für die Veranstaltung von Märkten an Sonntagen nicht auf. Wie das WOCHENBLATT berichtete, hat sich Hansen bereits an die Landesregierung in Hannover gewandt. Bisher ohne Erfolg. "Von dort wird die Verantwortung zur Verteilung von Genehmigungen auf die Kommunen abgewälzt", sagt er.
Und die haben gerade in der Region offensichtlich nicht gerade sehr viel Lust, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Im Gegensatz zu anderen. "Allein in den Zuständigkeitsbereichen der größeren Städte Hannover, Braunschweig und Wolfsburg finden jeden Sonntag Dutzende Märkte statt", weiß Hansen.
Die Stadt Winsen beruft sich bei ihren Ablehnungen beispielsweise auf das Niedersächsische Feiertagsgesetz. Demnach dürfen Flohmärkte sonntags nur stattfinden, wenn es sich gewachsene Brauchtumsveranstaltungen (Dorffeste u.ä.) handelt. Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie zeitgemäß das Gesetz noch ist. Zumal nur wenige Kilometer weiter in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein oder auch Mecklenburg-Vorpommern sonntags Flohmärkte stattfinden, die voll von Besuchern sind. Für Hansen ein klarer Beweis, dass die Leute die Märkte wollen. "Der Markt muss ja nicht unbedingt zentral neben einer Kirche stattfinden. Es gibt aber genug Orte, wie z.B. den Luhe Park, wo so eine Veranstaltung auch am Sonntag niemanden stören würde", sagt der Flohmarkt-Veranstalter. Deswegen will Jens-Detlef Hansen den Kampf gegen das Gesetz nicht aufgeben - und wenn er noch so oft gegen verschlossene Türen rennt.