Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die Region nachhaltig geprägt: Ehrenamtliche mit dem "Luhekiesel" ausgezeichnet

Geehrte und Laudatoren bei der "Luhekiesel"-Verleihung (v. li.): Walter Gaßmann, Bodo Beckedorf, Jürgen Weselmann, André Wiese, Gustav Peters, Wilfried Rieck, Gerda und Otto Popp, André Bock und Bernhard Wolf
ce. Winsen. "Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern." Mit diesem afrikanischen Sprichwort läutete Winsens Bürgermeister André Wiese jetzt im Marstall die Verleihung des "Luhekiesels 2016" ein. Mit der steinernen Trophäe zeichnete die Stadt zum 17. Mal ehrenamtlich Aktive aus, die zwar nicht die Welt verändert, dafür aber die Luhemetropole und auch den Landkreis Harburg nachhaltig geprägt haben. Laudatoren waren neben André Wiese dessen Stellvertreter André Bock und Wilfried Rieck sowie Kulturausschuss-Vorsitzender Bodo Beckedorf.
Erster Preisträger war Walter Gaßmann (71), der sich seit über 25 Jahren im Fischerei-Sportverein Hoopte-Winsen engagiert. 1992 wurde er zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Auf seine Anregung hin gestalteten die Sportfischer zusammen mit dem BUND, NABU und Kreisjägerschaft gemeinsam den "Garten der Natur" auf der Landesgartenschau 2006 in Winsen. Ein Jahr später begann die bis heute andauernde Zusammenarbeit Gaßmanns mit den Naturschutzverbänden im Kreis. Zudem gehört er mit beratender Stimme seit 2012 dem Kreis-Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz an.
Als "Mann der immer da ist, wenn Hilfe gebraucht wird", wurde der zweite "Luhekiesel"-Preisträger Jürgen Weselmann (61) von Laudator André Wiese gewürdigt. Weselmann engagiert sich seit vielen Jahrzehnten für die Dorfgemeinschaft in seinem Heimatort Borstel. Zu seinem Einsatzgebiet gehören unter anderem seit über 20 Jahren der Vorstand des MTV Borstel-Sangenstedt sowie die Borsteler Feuerwehr, der er seit mehr als 40 Jahren die Treue hält und für die er Wettkämpfe und andere Veranstaltungen organisiert.
Im wahrsten Wortsinn die Puppen tanzen lassen Gerda Popp (73) und Ehemann Otto (72) im Heimat- und Museumverein Winsen. Sie erhielten den "Luhekiesel" unter anderem als Anerkennung dafür, dass sie seit 25 Jahren auf verschiedenste Weise in dem Verein aktiv sind und dessen über die Kreisgrenzen hinaus beliebtes Marionettentheater mit gegründet und aufgebaut haben. Auch im Volkstanzkreis Winsen engagieren sie sich seit einem Vierteljahrhundert und waren Initiatoren des alljährlichen Maibaumfestes.
Als "tragende Säule der Luhdorfer Theatergruppe" wurde Gustav Peters (72) von Wilfried Rieck in dessen Laudatio geehrt. Peters stehe mit dem Ensemble, dessen Vorsitz er schon früh übernahm, seit fast 60 Jahren auf der Theaterbühne. Mit ihren Auftritten habe die Gruppe viel zum Erhalt und zur Pflege des Plattdeutschen beigetragen. Darüber hinaus habe der Geehrte als Kassenwart im MTV Luhdorf-Roydorf fungiert.
Fast wie bei der Oscar-Verleihung fühlte sich der mit dem "Luhekiesel" ausgezeichnete und davon sichtlich bewegte Bernhard Wolf (73). "Du hast den Sport in unserer Stadt, aber auch darüber hinaus in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt", richtete André Wiese seinen Dank an Wolf. Der trat vor knapp 50 Jahren in den HSV Stöckte ein. Dort ist er seit 1970 tätig als Sportabzeichen-Obmann und Leichtathletik-Übungsleiter sowie seit 2012 Vize-Vorsitzender. Darüber hinaus war Bernhard Wolf unter anderem Vorsitzender des Turnkreises Harburg-Land und Bezirks-Schiedsrichterwart.