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Die Zulassung bleibt umstritten

Kostbares Gut: Die Hamburger Wasserwerke wollen mehr Grundwasser und damit auch Trinkwasser aus der Heideregion fördern (Foto: Foto: archiv)
ce. Winsen. Die Förderpläne der Hamburger Wasserwerke (HWW) aus dem Landkreis Harburg beschäftigen weiterhin die politischen Gremien. Wie berichtet, haben die HWW beantragt, über einen Zeitraum von 30 Jahren statt bisher 15,7 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr künftig bis zu 18,4 Millionen Kubikmeter aus der Heide "herauszuholen". Zu diesem Zweck wollen die HWW auch das Wasserwerk Schierhorn reaktivieren. Durchschnittlich gefördert werden sollen nach HWW-Angaben 16,4 Millionen Kubikmeter jährlich. Unterdessen hat die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, Fachbehörden, sonstiger Institutionen und der Öffentlichkeit stattgefunden. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz im Winsener Kreishaus bekannt gegeben. Umstritten ist nach wie vor die Zulassungsart für die Wasserentnahme.
Während die HWW eine Förderbewilligung über drei Jahrzehnte anstreben, ist nach Ansicht des Landkreises Harburg eine so genannte "gehobene Erlaubnis" hinreichend. "Diese bietet uns bessere Möglichkeiten, das Verfahren zu steuern, Entwicklungen des Klimawandels zu berücksichtigen und bei Bedarf einzuschreiten", sagt Kreis-Sprecher Bernhard Frosdorfer gegenüber dem WOCHENBLATT.
Derzeit - so Frosdorfer - würden bodenkundliche Untersuchungen in dem anvisierten Fördergebiet durchgeführt. Die Wasserbedarfsprognose der HWW werde in enger Abstimmung mit den Gutachtern des Landkreises Harburg erstellt. Frosdorfer: "Alle Anregungen, Bedenken und Einwände zu dem Vorhaben werden von uns gemeinsam mit den HWW abgearbeitet, um eine Lösung zu finden."