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DLRG-Großübung auf der Elbe: "Leben in ständiger Gefahr"

Fahren in der Schleuse: Die Fahrmanöver verlangten den rund 50 Helfern am vergangenen Wochenende viel Geschicklichkeit, Wissen und Könnnen ab (Foto: Margret Holste (DLRG))
bs. Tespe. Minusgrade, eisiger Wind und starker Wellengang: Ungemütliche Umstände, die am vergangenen Wochenende aber für die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) keine besondere Rolle spielten. Startend vom Tesper Hafen aus, entlang der Oberelbe, hielten die Bootstrupps der Wasserrettungszüge des DLRG Bezirks Nordheide, eine besondere Übung auf dem unruhigen Gewässer ab. Mit insgesamt 10 Booten der beiden Rettungszüge des Landkreis Harburg und Lüneburg, trafen sich rund 50 Einsatzkräfte zum sogenannten "Anbooten", eine Großübung um den Ernstfall zu proben. "Unsere Kräfte sind an 365 Tagen in Bereitschaft. Einsätze dauern oft Wochen. Da können wir uns das Wetter nicht aussuchen und sind natürlich auch bei derart frostigen Temperaturen auf dem Wasser", erklärt Margret Holste, Pressesprecherin des DLRG Wasserrettungszuges des Landkreises Harburg.
Während des rund 5-stündigen Trainings, von dem auch der Norddeutsche Rundfunk berichtete, wurde unter anderem das "Slippen", das Einbringen der Boote ins Wasser, geübt und Fahrmanöver durchgeführt, um die Motoren nach dem langen Winter einzufahren. "Die Bootscrews trainieren heute vor allem die Zusammenarbeit untereinander. Dabei wird ein besonderer Höhepunkt das gemeinsame Fahren in der
Geesthachter Schleuse sein. Ein Zusammenspiel, das fahrtechnisch viel Können erfordert", so Holste weiter.
Einmal im Jahr treffen sich die beiden Landkreise zum "Anbooten", im Sommer sind die jeweiligen Ortsgruppen aber nahezu jedes Wochenende unterwegs. "Im vergangenen Jahr hatten wir im Landkreis Harburg 23 Einsätze, nur auf Wasser", so die Pressesprecherin, die betont, wie unerlässlich das perfekte Zusammenspiel der Kräfte ist. "An der Elbe leben wir in ständiger Gefahr, denn das nächste Hochwasser kommt, die Frage ist nur wann. Ohne den stetigen, unermüdlichen Einsatz unserer Ehrenamtlichen, wären Flut-Katastropen, wie zuletzt 2013, gar nicht zu wuppen", so Holste.
Nils Meinke, Referent Bootswesen, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausgang der Übung. "Trotz eisiger Temperaturen und steifer Brise waren die Einsatzkräfte rund drei Stunden auf dem Wasser, konnten ihre Boote austesten und die Zeit für Fahrmanöver nutzen. Der DLRG Bezirk Nordheide sieht somit dem kommenden Sommer optimistisch entgegen", so Meinke.