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"Doppeltes Angebot gut nutzen"

Stellen die "neue" Kirchengemeinde vor (v. li.): Superintendent Christian Berndt, Pastorin Alexandra Powalowski, Malene Schröder, Christian Lubig, Jürgen von Waitz und Gerhard Koepsel
ce. Salzhausen/Raven. "Wir wollen gemeinsam neue Wege gehen und freuen uns, dass uns dabei weitaus mehr verbindet als trennt." Das sagte Pastorin Alexandra Powalowski von der St. Martin-Kirchengemeinde in Raven am Mittwoch auf einer öffentlichen Gemeindeversammlung in Salzhausen. Sie brachte damit auf den Punkt, weshalb Raven und die Salzhäuser St. Johannis-Gemeinde ab 1. Januar 2018 als erste Kirchengemeinden im Kirchenkreis Winsen unter dem Namen "Evangelisch-lutherische Gesamtkirchengemeinde Salzhausen-Raven" miteinander kooperieren.
Zahlreiche Interessierte waren ins Salzhäuser Gemeindehaus gekommen, um sich über die intensivere Zusammenarbeit zu informieren, zu der man sich aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen und Mitgliederzahlen entschlossen hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Alexandra Powalowski, zugleich Vorsitzende des Ravener Kirchenvorstandes, und Vize Jürgen von Waitz sowie ihre Salzhäuser Amtskollegen Malene Schröder und Christian Lubig erörterten das Modell der Gesamtkirchengemeinde. Unterstützt wurden sie von Kirchenkreis-Superintendent Christian Berndt und Kirchenkreistagsmitglied Gerhard Koepsel. 
"Salzhausen und Raven behalten auch in Zukunft ihre rechtliche Selbstständigkeit", betonte Malene Schröder. Die etwa 5.000 Mitglieder starke Salzhäuser Kirchengemeinde und die gut 900 Mitglieder umfassende Ravener Gemeinde können demnach unter anderem weiterhin eigenständig in Friedhofsfragen handeln und über die Verwendung der freiwilligen Kirchenbeiträge entscheiden. Verwaltungs-, Haushalts-, Finanz- und Personalangelegenheiten werden dagegen im Kooperations-Verband erledigt. Die jeweiligen Kirchenstiftungen sind von der Zusammen nicht betroffen. Geleitet wird die "neue" Kirchengemeinde vom Gesamtkirchenvorstand. Ihm gehören bis zur am 11. März 2018 stattfindenden Neuwahl der Kirchenvorstände alle Vorsteher der Ortsgemeinden Salzhausen und Raven an. Im Juni wird der künftige Gesamtvorstand ins Amt eingeführt.  
"Wenn es schwierige Knackpunkte etwa bei der Verpachtung von Ländereien gibt, sind die Kirchengemeinden nicht mehr auf sich allein gestellt, sondern können sich gegenseitig um Rat fragen", nannte Gerhard Koepsel einen Vorteil des neuen Konstruktes. Auch an die Mitglieder der beiden Kirchengemeinden appellierte er, das "doppelte Angebot gut zu nutzen".
Einige Aufgaben und Arbeitsinhalte der Gesamtkirchengemeinde könnten erst festgelegt werden, wenn die Pfarrstellen in Salzhausen neu besetzt würden, räumte Christian Lubig ein. Hier konnte Christian Berndt vermelden, dass die Pastoren-Vakanz voraussichtlich ab 1. Februar nächsten Jahres beendet sei. "Ein Pastoren-Ehepaar wird dann in die Salzhäuser Gemeinde kommen und dort auf anderthalb Stellen arbeiten", so Berndt. Genauere Details konnte er noch nicht verraten, da die neuen Stelleninhaber erst noch offiziell von der Landeskirche Hannover mitgeteilt werden.
- Wer mehr über die "Evangelisch-lutherische Gesamtkirchengemeinde Salzhausen-Raven" und die neuen Salzhäuser Pastoren erfahren möchte, ist bei der Gemeindeversammlung am Mittwoch, 25. Oktober, um 18 Uhr in Raven (Kirchweg) herzlich willkommen.