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Dorfladen Ashausen: Buchholz ist aus dem Rennen - zumindest fast

Die mögliche Realisierung eines Dorfladens im Heins Hoff dürfte sich erledigt haben
thl. Ashausen. Wie geht es in Sachen "Dorfladen Ashausen" weiter? Das ist derzeit die spannende Frage im Ort, die sich viele Bürger stellen. Hintergrund: Investor Peter Buchholz, der auf dem Heins Hoff an der Scharmbecker Straße so eine Einrichtung schaffen wollte, hatte von der Gemeinde bis Ende 2015 (zum wiederholten Male) Frist bekommen, ein schlüssiges Konzept zu erstellen und vorzulegen (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt wurde bekannt: Buchholz hat sich aus dem Projekt verabschiedet. Grund: Er könne es nicht alleine stemmen und alle potentiellen Marktbetreiber hätten abgesagt, weil sie sich nicht in einem denkmalgeschützten Gebäude ansiedeln wollen, bestätigt die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage.
Ist damit der Weg für Investor Jörg Schröder aus Winsen frei, der am Ortseingang an der Scharmbecker Straße einen Discounter bauen will. "Noch nicht", sagt Jörg Ruschmeyer, Leiter der Stabsstelle Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung. Buchholz suche noch nach Investoren, die in das Projekt einsteigen wollen. Er selber wolle nur noch das Gebäude zur Verfügung stellen. Dafür habe er jetzt noch etwas Zeit erhalten. "Wir rechnen in den nächsten sechs Wochen aber mit einem Ergebnis", so Ruschmeyer, der zugibt, dass die Zeit für eine Entscheidung reif sei. Immerhin würde das Projekt schon seit 2014 diskutiert. Ruschmeyer: "Jörg Schröder hat bisher immer viel Verständnis gehabt. Aber das wird irgendwann sicher auch aufgebraucht sein."
Womit er sicher recht hat. Kurzer Rückblick: Im April 2014 teilte Schröder der Gemeinde mit, dass er einen Netto-Discounter in Ashausen errichten will und stellte einen Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Kurz danach legte der Heimatverein seine Pläne für einen Dorfladen am alten Schützenplatz offen. Die Folge: Schröders Antrag wurde von der Verwaltung zurückgestellt. Zunächst sollte der Verein die Möglichkeit bekommen, ein tragbares Konzept zu entwickeln. Nachdem dieses schief ging und der Heimatverein aus der Planung ausstieg, erschien plötzlich Peter Buchholz auf der Bildfläche und pries seinen Heins Hoff als Standort und sich als Investor an. In der Folge bekam er immer wieder neue Fristverlängerungen für die Erstellung eines Konzeptes. Für einen auswärtigen Investor war dieses Vorgehen eine herbe Zurückweisung. Zumal sich jetzt auch herausstellte, dass Schröders Planungen bisher nicht den Weg in die politischen Gremien gefunden hat. "Wir wissen davon nur aus dem WOCHENBLATT", so eine Politikerin. Das solle sich nun aber ändern, weil man von sich aus "Dampf" machen wolle. Ashausen brauche jetzt eine Entscheidung und einen Versorger und nicht in ein paar Jahren, wenn ein örtlicher Bauer endlich mal in "die Hufe" komme, heißt es.