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"Du musst leidensfähig sein"

Anerkennung für die "tolle Aktion": Dr. Ronald Pohle (re., mit Hündin "Heidje-Gafe") bekam von der Volksbank Winsener Marsch einen Scheck für das Winsener Tierheim
ce. Winsen. Eine Reise von Kap Arkona auf Rügen nach Oberstdorf/Allgäu werden viele Urlauber schon mit dem Auto gemacht haben. Dr. Ronald Pohle aus Winsen-Borstel verzichtete auf diesen "Fortbewegungs-Luxus". Er marschierte die 1.220 Kilometer lange Strecke vom Nordosten in den Südosten der Republik in 31 Tagesetappen zu Fuß. "Das war eine tolle Erfahrung", sagt Pohle, der damit einmal mehr sein Lebensmotto in die Tat umsetzt hat: "Alles ist möglich - du musst es nur wollen".
In den vergangenen Jahren bezwang Ronald Pohle in Österreich, der Schweiz und Südtirol unter anderem 40 Berge mit 3.000 Metern Höhe sowie vier Viertausender. "Bei einer Wandertour von mehr als 30 zum Teil sehr anstrengenden Etappen musst Du leidensfähiger sein als bei einem Bergaufstieg und öfter der Versuchung widerstehen, einfach umzukehren", sagt Pohle. Begleitet wurde er bei seinem Marsch von seiner Hovawart-Hündin "Heidje-Gafe" sowie von Stefan Breddin, dem Freund seiner Tochter, der Tibet-Terrier "Mokwai" dabei hatte.
Das Quartett startete Ende März in Kap Arkona auf Rügen bei fünf Grad Minus und bis zu zwei Meter hohem Schnee. Bei der Ankunft in Oberstdorf herrschten sommerliche 30 Grad. Die Temperaturschwankungen bereiteten den Zwei- und Vierbeinern aber keine Probleme. "Nach Tagesmärschen von durchschnittlich 39 Kilometern hatten Stefan und ich oft Blasen an den Füßen, ansonsten blieben wir aber unversehrt", so Pohle.
Besonders beeindruckt war er von Nürnberg. "Es war die größte Stadt auf unserer Route. Wir mussten 16 Kilometer zurücklegen, um da durchzukommen." Auch Landschaften wie die Strecken entlang von Elbe und Saale seien "ein tolles Erlebnis" gewesen. Übernachtet wurde in Gasthäusern und Pensionen, von deren Betreibern die Wanderer viel über deren unterschiedliche Schicksale erfuhren. "Da hörten wir sehr bewegende Geschichten."
"Reines Genusswandern" auf bequemen Pfaden war für Pohle und Breddin die letzte, 17 Kilometer lange Etappe von Sonthofen nach Oberstdorf, wo sie als "Krönung" vom dortigen Bürgermeister begrüßt wurden.
Auch bei der Rückkehr in Winsen gab es ein "Empfangskommitee": Die Volksbank Winsener Marsch war begeistert von Pohles Aktion, bei der - so Kreditinstituts-Mitarbeiterin Undine Stallbaum - "Mensch und Tier gezeigt haben, zu welchen Leistungen sie fähig sind, wenn die Chemie zwischen ihnen stimmt". Stallbaum übergab Pohle einen Scheck über 250 Euro für das Winsener Tierheim, das er als Veterinär betreut.