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"Ein Projektende wäre sträflich!"

Soll sich für den Erhalt der Schulsozialarbeit mit Inklusion einsetzen: Landrat Rainer Rempe (Foto: archiv / mum)

Schulleiter im Landkreis Harburg fordern vom Landrat Fortführung der inklusiven Sozialarbeit

ce. Landkreis. "Wir appellieren an Sie, Ihren Einfluss zu nutzen, sich für den Erhalt und die Fortführung des Projektes, das weit über den Landkreis Harburg hinaus für Interesse sorgt, einzusetzen und die vorläufige Weiterfinanzierung in der derzeitigen Form - bis zu einer Entscheidung im Landtag - zu beschließen." Mit diesen Sätzen fordern die Schulleiter Rainer Kudlek (Hanseschule Winsen), Anke Meyn (Grundschule Tespe) und Margot Schäfer (Winsener Schule im Borsteler Grund) stellvertretend für zahlreiche weitere Bildungseinrichtungen, die am kreisweiten Projekt "Schulsozialarbeit unter inklusiven Gesichtspunkten" teilnehmen, Landrat Rainer Rempe und die kommunalen Schulträger zur unbedingten Fortsetzung der Initiative auf.
Hintergrund: Für das seit 2011 vom Landkreis und den Kommunen finanzierte Projekt sind ab 1. August 2016 keine Haushaltsmittel mehr vorgesehen. War zunächst eine Weiterfinanzierung durch das Land Niedersachsen im Gespräch, so wurde inzwischen signalisiert, dass die ursprünglich vorgesehen Mittel in die Flüchtlingsarbeit investiert werden sollen. "Dies würde das Ende der unverzichtbaren Arbeit der Schulsozialarbeiter an den bisher beteiligten Schulen bedeuten!", mahnen die Schulleiter in ihrem Schreiben.
Mithilfe des Projektes sei eine umfassende Integration von Kindern mit unterschiedlichen Begabungen, sozialen und Migrations-Hintergründen geleistet worden. "Gut funktionierende Strukturen in der aktuellen Situation des ungebrochenen Flüchtlingszustroms auslaufen zu lassen, ist nicht verständlich, ja geradezu sträflich", sind sich die Schulleiter einig.
Durch den präventiven Einsatz der Schulsozialarbeiter seien wahrscheinlich zahlreiche Einzelhilfen bei Jungen und Mädchen verhindert worden. Letztere würden die Kosten für die Sozialarbeiter um ein Vielfaches übersteigen. Ein zeitnahes Eingreifen seitens der Politik sei nötig, um die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortführen zu können. Für die betroffenen Schulen stehe fest: "Es darf nicht hingenommen werden, dass diese qualifizierten, eingearbeiteten Mitarbeiter den Schulen verlorengehen!"