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"Eine große Schlamperei": Dokumente einer Winsenerin für eine Erbschaftsangelegenheit gingen auf dem Postweg offenbar verloren

Der Rückschein des Einschreibens: Die - vom WOCHENBLATT unkenntlich gemachten - Daten des Empfängers stehen drauf, die notwendige Empfangsbestätigung fehlt jedoch
ce. Winsen. "Ich weiß nicht, warum ich 5,40 Porto bezahle, wenn bei der Post derart schlampig gearbeitet wird." Das sagt Hildegard Hillmer (65) aus Winsen nach ihren jüngsten Erlebnissen mit dem Dienstleister bei der Versendung von wichtigen Dokumenten.
Das war passiert: Nachdem ein Bruder von Hildegard Hillmer verstorben war, schickte sie kürzlich als Einschreiben mit Rückschein unter anderem die Original-Sterbeurkunde an den noch lebenden Bruder in der Elbmarsch, damit dieser - ebenso wie Hillmer - einen Erbschein beantragen konnte. "Zwei Tage später bekam ich die Nachweiskarte zurück. Es steht weder ein Vermerk der Postbotin auf dem Nachweis, noch ist der Empfang des Briefes durch den Empfänger bestätigt worden", ärgert sich die Absenderin. "Ich weiß nicht, ob mein Bruder den Brief wirklich erhalten hat, den Einschreibebrief habe ich jedenfalls nicht zurückbekommen." Beim Bruder nachhaken wolle sie nicht, denn "wir haben seit vielen Jahren keinen persönlichen Kontakt mehr".
Bei etwaigen juristischen Auseinandersetzungen um die Erbschaft benötigt Hildegard Hillmer den unterschriebenen Einschreiben-Rückschein als Beleg dafür, dass sie ihrem Bruder die Dokumente zugesandt hat. Sie hakte daher mehrfach bei der Beschwerdestelle der Post nach, wo ihr Brief geblieben sei. Seit gut vier Wochen hört sie dort immer wieder, der Brief sei "auf dem Wege der Zustellung". Hildegard Hillmer: "Mich würde interessieren, wie die Post jetzt nachträglich die erforderliche Unterschrift auf dem Rückschein einfordern will - wenn das überhaupt möglich ist."