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Eine lange Liste an Beschwerden

Wolfgang Sabrowsky (Foto: Die Fotomanufaktur)
thl. Winsen. Ein viel zu "dünnes" Programm, versprochene, aber nicht umgesetzte Programmpunkte, viel weniger Buden als in den Vorjahren, ein starker Besucherrückgang und Schausteller, die ihre Geschäfte vorzeitig dicht gemacht haben, mangelhafte Werbung und vieles mehr. Die Liste der Beschwerden über das Winsener Stadtfest ist lang. Hinzu kommt, dass gleich zwei Leute Organisator Wolfgang Sabrowsky als "unseriösen Geschäftsmann" bezeichnen. Zum einen die Truckbetreiber des viel beworbenen Disco-Moves - sie erfuhren aus dem WOCHENBLATT, dass Sabrowsky den Programmpunkt gekippt hat. Zum andere der Inhaber der Helikopter-Firma "City Copter". Sabrowsky hatte über das WOCHENBLATT vier Freiflüge für Leser verlost. Dummerweise kam der Hubschrauber aber am Stadtfest-Sonntag nicht. "Der ist einfach weggeblieben. Wir haben mehrmals versucht, dort anzurufen, aber niemanden erreicht", so Wolfgang Sabrowsky.
Das sieht Jan-Patrick Nüske, Geschäftsführer der Flugfirma, allerdings ganz anders: "Herr Sabrowsky hat sämtliche Vereinbarungen und Auflagen nicht eingehalten. Auch auf Erinnerungen hat er nicht reagiert."
Auch andere Firmen und Organisationen beklagen sich über Sabrowsky und seine Zahlungsmoral. Nach WOCHENBLATT-Information musste er in diesem Jahr Vorkasse leisten, weil die Beschwerdeführer noch auf ihr Geld vom vergangenen Jahr warten.
Wolfgang Sabrowsky versteht die Aufregung und Kritik nicht: "Wir haben das, was wir im vergangenen Jahr begonnen haben, erfolgreich fortgesetzt. Wir haben auch viel Zuspruch erfahren, der uns bestätigt, dass unser Konzept einer starken regionalen Einbindung von Künstlern, Organisationen und Vereinen so langsam Wurzeln schlägt." Viele Besucher hätten ihn für "das attraktive Fest" gelobt.
Auch für seine angeblich schlechte Zahlungsmoral hat Sabrowsky Erklärungen: "Es ging einmal um den Strom, dessen Verbrauch im vergangenen Jahr nur geschätzt wurde, sodass ich viel zu viel bezahlen sollte. Dagegen habe ich mich gewehrt. Im anderen Fall ging es um den Einsatz des Roten Kreuzes. Da wollte Bürgermeister André Wiese eigentlich vermitteln." Und was die abgesagten Programmpunkte, wie z.B. den Disco-Move, anbelangt, sagt Sabrowsky: "Der ist an einer plötzliche horrenden Geldforderung eines Truckbetreibers gescheitert, der plötzlich 3.000 Euro in bar und in Vorkasse haben wollte."
Wolfgang Sabrowsky hofft, dass jetzt Ruhe einkehrt und er mit den Planungen für das nächste Stadtfest beginnen kann. "Wir haben mit der Stadt einen Vertrag für die nächsten zwei Jahre und den werden wir mit großem Engagement wahrnehmen." Ob die Stadt das allerdings auch so sieht, bleibt zunächst offen. Wie das WOCHENBLATT aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle erfuhr, beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss (VA) am morgigen Donnerstag mit einem Rückblick auf das Fest.