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"Engpass-Ende nicht absehbar": Ausbau-Pläne für Rastanlagen Garlstorfer Wald und Schaapskaben wurden vorgestellt

Hier sollen unter anderem 20 zusätzliche Lkw-Stellplätze geschaffen werden: die Rastanlage Schaapskaben an der A7 bei Garlstorf
ce. Garlstorf. Das stetig steigende Verkehrsaufkommen insbesondere bei Lkw hat dazu geführt, dass die Rastplätze an den Autobahnen vielerorts den Anforderungen nicht mehr genügen und "aus allen Nähten platzen". Wie durch die Erweiterung der bei Garlstorf an der A7 gelegenen Rastanlagen Schaapskaben (Fahrtrichtung Hamburg) und Garlstorfer Wald (Richtung Hannover) Abhilfe geschaffen werden soll, erörterten jetzt Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei einem Infoabend in Garlstorf.
Referenten waren Sönke Zulauf, Valerie Isabell Böttcher und Karl-Heinz Krebs vom Straßenbauamt sowie Steffen Meyer vom Hannoveraner Planungsbüro Inros Lackner.
Sönke Zulauf verwies auf Zählungen, wonach der Fehlbedarf an Parkplätzen auf Rastanlagen bundesweit 2008 bei 14.200 und 2015 schon bei 21.200 Plätzen lag. In Niedersachsen gab es 2008 insgesamt 2.600 und im vergangenen Jahr 3.200 Parkplätze für Pkw und Lkw zu wenig. "Das Ende des Engpasses ist noch lange nicht erreicht", betonte Zulauf und prognostizierte, dass 2025 allein in Niedersachsen voraussichtlich 4.200 Parkflächen fehlen werden.
"Nach derzeitigem Planungsstand sollen auf der Anlage Schaapskaben 20 zusätzliche Lkw-Plätze zu den bestehenden 29 geschaffen werden. Die vorhandenen 60 Pkw-Plätze sollen ebenfalls um 20 aufgestockt werden", so Steffen Meyer. Auf der Anlage Garlstorfer Wald sei eine Erweiterung um 45 Plätze für Lkw (derzeit acht), 21 Plätze für Pkw (19) und zwei Stellflächen für Reisebusse (derzeit keine) vorgesehen.
Einige Garlstorfer Bürger sprachen sich dafür aus, insbesondere beim Ausbau des Schaapskaben-Areals einen Lärmschutzwall zwischen der Rastanlage und dem angrenzenden Gemeindegebiet zu errichten. "Wir werden uns bemühen, das gesetzlich Machbare umzusetzen", erklärte Sönke Zulauf. Sollte es durch die Bauarbeiten zu Eingriffen in die Natur kommen, würde es Ausgleichsmaßnahmen geben.
Garlstorfs Bürgermeister Horst Günter Jagau bewertete es als "gut, dass sich die Behörde im Vorwege solcher Maßnahmen der Diskussion stellt". Enttäuscht zeigte er sich, dass nur ein gutes Dutzend Zuhörer anwesend waren. "Viele Leute beklagen sich immer, dass sie nicht über wichtige Ereignisse informiert werden. Wenn es aber wie heute die Gelegenheit dazu gibt, kommen sie auch nicht."
Wenn alles glatt geht, soll laut Sönke Zulauf im Oktober 2017 das aufwendige Planfeststellungsverfahren für den Anlagen-Ausbau beginnen, bei dem Bürger etwaige Einwände vorbringen können. "Kommt es zu keinen Verzögerungen, könnte spätestens 2021 der erste Spatenstich erfolgen."