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"Entscheidung des Gerichts bleibt abzuwarten": Petitionsausschuss des Landtages erklärt Bebauungsplan-Änderung auf Campingplatz Stover Strand für rechtens

Auf dem Campingplatz Stover Strand: Diese Häuser dienen dem touristischen Wohnen (Foto: Kloodt)
ce. Stove. "Ich freue mich, dass der Niedersächsische Landtag die innovative Bauleitplanung der Gemeinde Drage bestätigt hat." Das sagt Norbert Kloodt, Betreiber des Campingplatzes Stover Strand, als Reaktion auf eine Entscheidung, die der Petitionsausschuss in Hannover jetzt getroffen hat. Das Gremium erklärte laut Medienberichten die Änderung des Bebauungsplanes "Campingplatz Stover Strand" für rechtens, die in Stove die Errichtung des Sondergebietes "Integriertes Wohnen in der touristischen Gemeinschaft" ermöglichte (das WOCHENBLATT berichtete). Der Ausschuss lehnte damit die Petition einer Anwohnerinitiative ab, nach deren Ansicht die B-Plan-Änderung rechtswidrig gewesen war.
Gutachter und Landtag bewerteten das Sondergebiet, in dem rund 300 Menschen dauerhaft in Mobilheimen und Holzhäusern leben können, als neue, aber rechtmäßige Wohnform. Da die Bewohner die Einrichtungen und Leistungen des Campingplatzes in Anspruch nähmen, handele sich nicht um eine Wohnform im klassisch-gesetzlichen Sinne und der touristische Charakter bleibe bestehen. Die entsprechende Infrastruktur werde durch einen städtebaulichen Vertrag zwischen dem Campingplatz-Betreiber und der Gemeinde Drage gewährleistet. Gegen die Gemeinde Drage und die Änderung des B-Planes hat Campingplatz-Anwohnerin Dörte Land vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg Klage eingereicht. "Es bleibt nun die Entscheidung des OVG über die Klage von Frau Land gegen die Gemeinde Drage abzuwarten", erklärte Norbert Kloodt gegenüber dem WOCHENBLATT.