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Erinnerung an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft

Volkstrauertag in Winsen: Niederlegung der Kränze am Ehrenmal

Volkstrauertag: Mit Festakt in Winsener Friedhofskapelle wurde jetzt der Opfer von Krieg und Gewalt sowie der Pariser Terroranschläge gedacht

bs. Winsen. Am vergangenen Sonntag wurde in der Winsener Friedhofskapelle der Volkstrauertag, der seit 1926 unter der Schirmherrschaft des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge stattfindet und jährlich an Kriegstote und Opfer von Gewaltherrschaft erinnert, begangen.
Im Hinblick auf die schrecklichen Ereignisse, die vergangenen Freitag in Paris stattgefunden haben, wurde dabei auch die 132 Toten des jüngsten Terroranschlages gedacht.
"Wie schnell das Grauen auch in unserem vermeintlich sicheren Europa ankommen kann, haben wir jetzt in Frankreich erleben müssen. Viele Unschuldige mussten sterben, weil einige wenige ihren Krieg zu uns gebracht haben. Neben all den Opfern durch Krieg und Gewalt, gedenken wir hier und heute auch diesen Menschen und ihren Angehörigen", sagte dazu Winsens Vize-Bürgermeister Wilfried Rieck.
Christian Berndt, Superintendent des Kirchenkreis Winsen, der den Festakt aufgrund des regnerischen Wetters in die Friedhofskapelle verlegt hatte, erinnerte in seiner Predigt an die Opfer, die in der Nachkriegszeit durch Flucht und als Vertriebene ihr Leben retten mussten.
Schüler des örtlichen Gymnasiums, die sich zuvor im ihrem Geschichtskurs intensiv mit der Thematik befasst hatten, gaben dabei anhand von kurzen, personalisierten Geschichten einigen Vertriebenen eine Stimme.
Im Anschluss an den Festakt in der Kapelle, trugen die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr die Kränze, die von der Stadt, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Schützenkorps Winsen gestiftet worden waren, zur Niederlegung ans Ehrenmal.
Zahlreiche Winsener nahmen an der Gedenkfeier teil.