Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Erster Storch im Landkreis Harburg wurde in Stöckte gesehen

Auf seinem Horst in Stöckte: der erste Storch in diesem Jahr im Landkreis Harburg (Foto: Stoerche-LKHarburg.de)
ce. Stöckte. Der erste Storch ist jetzt im Landkreis Harburg "eingeflogen". Erblickt hat ihn Tom Sauerland (36) aus Stöckte, der als neuer ehrenamtlicher Storchenbetreuer die Nachfolge von Hans Steinert antritt, quasi vor seiner Haustür am Horst an der Stöckter Seebrücke.
Nach dem Ausscheiden von Steinert wurde die Storchenbetreuung im Kreis Harburg neu aufgestellt. Für die Gebiete zuständig sind nun neben Tom Sauerland (westlicher Teil entlang der Elbe bis Seevetal) außerdem Ortrud Hock (östliches Gebiet und Elbmarsch) sowie Frieder Günther (südlicher Landkreis und Randgebiete). Hans Steinert übernimmt die Buchführung und unterstützt Sauerland & Co. weiter mit Rat und Tat.
"In diesem Jahr ist der Storch als Frühlingsbote besonders früh zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr wurde der erste Storch auf dem Stöckter Horst erst um den 20./21. Februar gesehen. 2017 sind dort trotz der Schlechtwetter-Perioden vier Jungstörche flügge", berichtet Tom Sauerland. "Meister Adebar" - wie der Storch im Volksmund genannt wird, sei wie ein Großteil seiner Gattungskollegen unberingt. Die Herkunft lasse sich daher nicht eindeutig feststellen.
Über die Ursache der vorzeitigen Rückkehr des Storches lässt sich laut dem Experten nur spekulieren. "Aus Afrika kommt er definitiv nicht, dafür ist es noch deutlich zu früh. Vermutlich ist dieses Exemplar ein Winterstorch, der überregional überwintert, oder ein früherer Rückkehrer aus den Überwinterungsgebieten um Spanien herum", so Sauerland. "Das noch kalte und feuchte Wetter stellt kein Problem für diese Tiere dar, solange keine geschlossene Schneedecke besteht und genug Futter gefunden wird."
Als "Kulturfolger" halte sich Adebar gerne in der Nähe von Menschen auf und finde dadurch oft Nahrung. So überwinterten viele Störche in Spanien auf Mülldeponien oder in Marokko auf Müllbergen. Die langen Störchenzüge blieben so aus, und der Rückweg in die Brutgebiete sei "nur noch ein Katzensprung".
In 2017 gab es laut Tom Sauerland 37 Weißstorch-Nestpaare im Landkreis mit 85 Jungstörchen. 77 davon bekamen die Altstörche flügge, acht verstarben infolge von Nestkämpfen oder längerer intensiver Regentage.
- Auf der neuen Website www.Stoerche-LKHarburg.de gibt es wissenswerte Infos rund um den Storch. Interessierte können sich registrieren lassen und eigene Beobachtungen dokumentieren. Darüber hinaus ist unter www.MeisterAdebar.de zu verfolgen, was auf dem eigenen Storchenmast von Tom Sauerland geschieht.