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"Es fand hier statt"

bs. Winsen. Mit einem Spaziergang zu den zehn Winsener Stolpersteinen, die vor vier Jahren zum Gedenken jüdischer Bürger vom Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig verlegt wurden und einer anschließenden Andacht in der St. Marien-Kirche erlebten jetzt zahlreiche Winsener Bürger den 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht, die 1938 den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordnung von Millionen Juden in Europa kennzeichnete.
24 Oberschüler des örtlichen Gymnasiums hatten dazu sprachliche Beiträge und eine Ausstellung erarbeitet, die im Rahmen der Andacht eröffnet wurde und die den Umgang des Landkreises Harburg und der örtlichen Kirche mit ihren jüdischen Bürgern zu Zeiten des Nationalsozialismus thematisiert. "Es fand hier statt und es fand andernorts statt und auch wenn in Winsen keine Synagoge gebrannt hat, so wurde zumindest das nachbarschaftliche Miteinander in dieser Nacht komplett zerstört", predigte Pastorin Ulrike Koehn in der halbstündigen Andacht. Zwischen den Predigten der Pastorin kamen in der gut gefüllten St. Marien-Kirche auch die Schüler mehrfach zu Wort und gedachten dem Widerstandskämpfer und Theologen Dietrich Bonhoefer und der Lyrikerin Rose Ausländer.
•Die Ausstellung, die von den Schülern gemeinsam mit Oberstudienrat Frank Stoppel sowie dem Stadtarchivar Kurt Schwerdtfeger sowie dem Heimat- und Museumverein erarbeitet wurde, ist noch zwei Wochen in der St. Marienkirche der Öffentlichkeit zugänglich. Schulklassen werden gebeten, sich unter 04171/4030 anzumelden.