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"Es gibt nichts Konkretes" - WOCHENBLATT-Interview mit Investor Jörg Schröder zur Zukunft der Post an der Brahmsallee

Derzeit befindet sich die Post noch in der Brahmsallee. Das wird auch mindestens bis 2018 so bleiben
thl. Winsen. "Verliert Winsen seine Post?" titelte das WOCHENBLATT kürzlich und berichtete, dass Investor Jörg Schröder das Gebäude an der Brahmsallee gekauft habe und gegen Wohnbebauung ersetzen lassen wolle. Im Gegenzug solle das Vertriebszentrum der Post an der Kleinbahn angesiedelt werden, hieß es.
WOCHENBLATT-Redakteur Thomas Lipinski sprach mit Jörg Schröder über seine Pläne und die Zukunft der Post in Winsen.
WOCHENBLATT: Herr Schröder, haben Sie tatsächlich das Postgebäude an der Brahmsallee gekauft?
Jörg Schröder: Ja, allerdings bereits 2013. Bereits damals gab es erste Überlegungen seitens der Post, einen anderen Standort zu suchen. Erst wollten sie 2014 dort ausziehen, dann 2016 und nun 2018. Grund ist, dass das Paketgeschäft dort immer stärker wird und das Verteilerzentrum einfach zu klein wird.
WOCHENBLATT: Die Post liegt ja in exponierter Lage. Und das soll nach Meinung der Bürger auch in Zukunft so bleiben.
Schröder: Dabei muss man zunächst unterscheiden zwischen dem reinen Zustellbetrieb und der Postbankfiliale, wie jetzt vorhanden ist. Es steht völlig außer Frage, dass diese Filiale weiter gut erreichbar liegen muss. Als Standort könnte ich mir das Stadtzentrum vorstellen.
WOCHENBLATT: Und den Zustellbetrieb dann an der Kleinbahn?
Schröder: Ich habe mir das Gebiet tatsächlich angeguckt. Eine Grundsatzfrage ist allerdings: Wie kann man den Verkehr dort regeln? Da suchen wir gerade nach Lösungen. Grundsätzlich wäre das Vertriebszentrum dort aber vorstellbar, weil es dann auch in einem Gewerbegebiet liegen würde.
WOCHENBLATT: Wie sieht es mit der angeblich geplanten Wohnbebauung in der Brahmsallee aus?
Schröder: Auch dort gibt es verschiedene Überlegungen und Ideen. Aber grundsätzlich gilt für das gesamte Thema: Ruhe bewahren, es gibt noch nichts Spruchreifes. Wenn es Konkreteres gibt, würden wir das auch in den politischen Gremien vorstellen.
WOCHENBLATT: Herr Schröder, vielen Dank für das Gespräch.