Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Es war eine tiefe Freundschaft": Weggefährten aus der Region erinnern an den verstorbenen "XXL-Ostfriesen" Tamme Hanken

Letzter Auftritt auf dem Lübberstedter Schüttenhof 2015 (v. re.): Tamme Hanken mit seinem Freund, dem ehemaligen Hofbetreiber Hermann Maack, und dessen Nachfolgern Carola und Peter Schulz (Foto: archiv/ce)
ce. Landkreis. "Es ist eine einzige große Traurigkeit! Wir haben vergangene Woche noch mit ihm telefoniert und können nicht glauben, was passiert ist." Noch immer fassungslos sind Marlene Maack (68) und Ehemann Hermann (70), die mit dem am Montag im Alter von nur 56 Jahren an Herzversagen verstorbenen "XXL-Ostfriesen" Tamme Hanken eng befreundet waren. Der aus dem Fernsehen bekannte Pferdeflüsterer und Chiropraktiker war viele Jahre Stammgast bei Festen auf dem bis 2015 von den Maacks bewirtschafteten Schüttenhof in Lübberstedt (Landkreis Harburg).
Die erste Begegnung der Maacks mit Tamme Hanken und seiner Ehefrau Carmen fand vor gut sieben Jahren in Springe auf einem "Landpartie"-Fest der gleichnamigen NDR-Reihe statt. An diesem Fest nahmen Aussteller teil, die in der Sendung aufgetreten waren. "Wir waren uns gleich sympathisch, und daraus wurde eine tiefe Freundschaft. Tamme und Carmen kamen mit ihren Pferden oft zum Schüttenhof-Tag, und wir besuchten sie mit unseren Bullen bei Veranstaltungen auf ihrem Anwesen in Filsum. Wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen", erzählt Marlene Maack. Als Mensch sei Tamme Hanken "hilfsbereit und meistens fröhlich-optimistisch mit einem offenen Ohr für jedermann" gewesen. "Es schmerzt sehr, dass er nun nicht mehr da ist."
Onne Hennecke (52), Geschäftsführer des Buchholzer Veranstaltungszentrums Empore, erlebte Hanken als "besonders herzlichen Menschen, der einem mit seinen großen Pranken fast die Hand zerquetschte", wie sich Hennecke lächelnd im Gespräch mit dem WOCHENBLATT erinnert. Im April 2015 trat Tamme Hanken mit seiner Show "Der XXL-Ostfriese" in der ausverkauften Empore auf. Deren Chef, aus Aurich stammend, trank mit seinem Landsmann "een Koppke Tee mit Kluntje". "Ein liebenswerter und natürlicher Mensch, der uns nicht nur wegen seiner witzigen Lebensweisheiten fehlen wird. In Gedanken sind wir bei seiner Familie", postete Onne Hennecke als Nachruf auf Facebook.
WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann (51) begegnete Tamme Hanken - wie der Reporter 2,06 Meter groß - mehrfach "auf Augenhöhe zum lockeren Klönschnack" bei Veranstaltungen. "Es hat mich beeindruckt, wenn sich wildfremde Menschen reihenweise mit ihm fotografieren lassen wollten und er mit Engelsgeduld ihre Wünsche erfüllte. Auch nette Damen, die er gar nicht kannte, sprach er mit 'Schätzelein' an und gab ihnen ein Gefühl von Freundschaft und Anteilnahme", so Ehlermann. Der Journalist lernte die ernste Seite Hankens kennen, als Unbekannte einen Giftanschlag auf dessen Hengst "Jumper" verübten, den das Pferd überlebte. "Den Anschlag haben wahrscheinlich Menschen verübt, die sich über meine Arbeit oder Einstellung zu manchen Dingen ärgern. Ich finde es traurig, dass sie ihren Ärger an 'Jumper' statt an mir ausgelassen haben", sagte der Tierfreund damals.