Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Früh übt sich, was ein Meister werden will"

Die Schüler ernteten für ihre Vorstellung viel Applaus (Foto: oh)
thl. Winsen. Eine begonnene Freundschaft vor 220 Jahren war Anlass für die Deutschlehrerinnen Julia Beu und Erika Fast mit ihren Schülern der Johann-Peter-Eckermann-Realschule einen Balladenabend zu veranstalten. Gemeint ist die Freundschaft zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, die 1794 mit der Gründung der literarischen Zeitschrift “Die Horen” begann und im Jahr 1797 ihren Höhepunkt im freundschaftlichen Wettstreit, dem sogenannten Balladenjahr, fand.
Die Schüler von diesem Vorhaben zu begeistern, war gar nicht schwer, so die Lehrerinnen. Denn die Ballade selbst begeistert schon ihren Leser. So reimt sie sich in jedem Fall, hat meist einen spannenden Inhalt und befasst sich mit einem einprägsamen Thema.
Die Klasse 7b wählte die Balladen “Der Handschuh” und “Die Bürgschaft” von Schiller aus. Die Klasse 7c setzte sich mit den Texten “Der Zauberlehrling” und “Der Erlkönig” auseinander. In einem freundschaftlichen Wettstreit zwischen den beiden Klassen, so wie er auch zwischen Goethe und Schiller entstand, wurde geprobt und an den Bühnenbilder gefeilt. Und manch einem wuchs der “alte” Text ans Herz. Die “geflügelten Worte”, die in einer Vielzahl aus dieser Zeit stammen, wurden hier in die Realität umgesetzt. “Früh übt sich, was ein Meister werden will” war acht Wochen lang das Motto der Siebtklässler.
Am Balladenabend selbst überzeugten sich dann über 100 geladene Eltern, Freunde und Kollegen von den Vorträgen der Schüler. Jubelnd wurden die Jugendlichen für eine gelungene Vorstellung gefeiert.