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Gas-Detektive überprüfen in Winsen unterirdisch verlegte Leitungen auf Leckstellen

Im Einsatz: Die "Gasspürer" rücken mit hochmoderner Technik Gasleitungen und Gehwegen und Straßen zu Leibe (Foto: Hermann Sewerin GmbH)
ce. Winsen. Insgesamt 7.340 Hausanschlüsse werden tagtäglich von den Stadtwerken Winsen zuverlässig mit Erdgas zum Heizen und Kochen versorgt. Um die beliebte Energiequelle sorgenfrei nutzen zu können, sind regelmäßige Kontrollen der Netze nötig. Ab Montag, 11. April, wird das Versorgungsnetz im Stadtgebiet deshalb wieder auf eventuelle Leckstellen überprüft.
„Die turnusmäßige Kontrolle der Gastransport- und der Hausanschlussleitungen ist deutschlandweit vom Gesetzgeber vorgeschrieben“, erklärt Frank Gehrckens, Teamleiter Netzbetrieb Gas und Wasser / Wasserwerk. Alle vier Jahre rücken hierbei technisch hochgerüstete Experten erdverlegten Gasleitungen zu Leibe, die sich unter Gehwegen und Straßen, aber auch privaten Vorgärten und Einfahrten verbergen. Mit der rund drei Monate andauernden Überprüfung des Winsener Gasnetzes haben die Stadtwerke die Hermann Sewerin GmbH aus Gütersloh beauftragt - den Technologieführer für die Gas- und Wasserlecksuche.
„Die GPS-gestützte Führung des Prüfers und moderne hochempfindliche Gasmessgeräte ermöglichen es, diese Kontrolle weitgehend ohne störende Eingriffe in den jeweiligen Untergrund vorzunehmen“, so Gehrckens. Dazu wird die Luft über Straßen-, Gehweg- und Pflanzoberflächen im Bereich der Erdgastrassen abgesaugt, um kleinste Undichtigkeiten schnell und präzise aufspüren zu können. Schlägt das Gerät Alarm, wird ein Protokoll angefertigt und die weitere Vorgehensweise je nach Klassifikation des Schadens veranlasst.
Das Netz der Stadtwerke umfasst 358 Kilometer Gasleitungen. Die Hauptstränge – die sogenannten Hochdruckleitungen – bringen es auf eine Länge von rund sieben Kilometern. Durch sie strömt Erdgas mit einem Druck von 14 bar. Von Hauptsträngen zweigen Mitteldruckleitungen ab, die in einzelne Straßen und zu Gebäuden führen. Hier fließt das Gas mit einem Druck von 800 Millibar. Im Haus wird der Druck mittels eines Gasreglers nochmals entspannt – er beträgt dann nur noch 23 Millibar.
Auch die Nutzer der Hausanschlussleitungen im Stadtgebiet müssen sich in den nächsten Wochen auf eine Überprüfung wegen eventueller Leckstellen einstellen. Die Stadtwerke bitten betroffene Hauseigentümer um Verständnis, wenn für diese Arbeiten private Grundstückseinfahrten und Gärten betreten werden müssen. „In der Regel entsteht kein größerer Aufwand für die Anwohner. Zur Legitimation sind die „Gasspürer“ mit entsprechenden Ausweisen versehen“, so Gehrckens.
- Auskünfte zur Gasnetzüberprüfung und zur Legitimation der „Gasspürer“ erteilen der Stadtwerke-Kundenservice unter Tel. 04171 - 79990 und Frank Gehrckens unter Tel. 04171 - 799942 für Auskünfte.