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Gemeinde Gödenstorf bekommt ein eigenes Wappen

Der favorisierte Vorschlag: das Gemeinde-Logo mit Gestaltungsvarianten (Foto: Gemeinde Gödenstorf)

Wettbewerbs-Siegerentwurf wurde im Gemeinderat vorgestellt

  ce. Gödenstorf.
Die Wappen-lose Zeit ist in Gödenstorf in Kürze Geschichte. Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf dem Schüttenhof im Ortsteil Lübberstedt wurde der Gewinner des Wettbewerbs "Ein Wappen für unsere Gemeinde" gekürt. Unter den insgesamt neun eingereichten Emblem-Vorschlägen wurde - auch von den Zuhörern, die mit abstimmen durften - die Idee von Bernd Gellersen aus Gödenstorf klar favorisiert.
Im oberen Teil von Gellersens Wettbewerbsbeitrag ist der reitende Förster von Lübberstedt zu sehen, der ab 1776 viele Jahrzehnte seinen Sitz im noch heute bestehenden Forsthaus und die Aufsicht über den Garlstorfer Wald hatte. Das Pferd steht zudem für die vielen Tiere dieser Gattung, die es in Gödenstorf und Lübberstedt gibt. In der Mitte ist die Wolfsangel verewigt, ein Forstzeichen, das noch heute auf vielen historischen Forststeinen in den Wäldern der Region anzutreffen ist. Unten auf dem Wappen sieht man den Schachtofen von Gödenstorf, der aus der Zeit um Christi Geburt stammt und als herausragendes Kulturdenkmal auf die uralte Siedlungshistorie in und um die Gemeinde Gödenstorf hinweist.
"Ich hatte die Idee zu dem Wappen. Da ich aber nicht so ein kreatives Händchen habe, bat ich den Maler Harold Müller aus Lübberstedt um Hilfe", erläuterte Bernd Gellersen den Entstehungsprozess. Ratsherr Thilo Schröder überreichte Gellersen als Dankeschön für das Engagement ein geschmackvolles Schokoladen-Präsent und Blumen.
Ratsmitglied Marvin Arndt kritisierte die Abbildung der Wolfsangel, da diese immer wieder von politisch rechtsgerichteten Gruppen als Symbol für ihre Zwecke missbraucht werde. Zudem würden mit der Angel Wölfe auf grausame Weise getötet.
Der Rat wird nun darüber diskutieren, ob die Wolfsangel im Wappen bleibt. Die finale und rechtlich "wasserdichte" Version des künftigen offiziellen Gemeindewappens soll dann in Kooperation mit dem Heraldiker Rolf Sander aus Jesteburg erarbeitet werden. Die öffentliche Vorstellung erfolgt voraussichtlich auf der nächsten Ratssitzung im Juni.