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"Gemeinsame Lösung ist Ziel": Landrat Rainer Rempe besucht wegen drohender Zwangsschließung Fundtierstelle in Stelle

Beim Ortstermin in Stelle (v. li.): Dr. Astrid Krüger. Leiterin des Kreis-Veterinärdienstes, Landrat Rainer Rempe und Tierärztin Dr. Tatjana Rusch
ce. Stelle. "Es war ein sehr langes Gespräch, bei dem beide Parteien ihre Standpunkte ausführlich dargestellt haben. Ich habe mich dafür ausgesprochen, ein weiteres Treffen anzuberaumen, um noch offene Fragen zu klären." Das sagte Landrat Rainer Rempe jetzt auf WOCHENBLATT-Anfrage nach einem Ortstermin bei Tierärztin Dr. Tatjana Rusch, die in Stelle eine Kleintierpraxis und eine Fundtierstelle betreibt. In Letzterer werden herrenlose Vierbeiner aus Stelle, Winsen, Seevetal, Neu Wulmstorf und der Elbmarsch aufgenommen und weitervermittelt . Im März 2017 soll die Stelle laut dem Landkreis Harburg womöglich geschlossen werden, da kein vollständiger Antrag auf Genehmigung der tierheimähnlichen Einrichtung vorliege. Außerdem sei die jetzige Ausstattung der Unterbringungsräume nicht genehmigungsfähig (das WOCHENBLATT berichtete).
Auf die Mängel wies auch Dr. Astrid Krüger, Leiterin des Kreis-Veterinärdienstes, die Rainer Rempe begleitete, gegenüber Dr. Tatjana Rusch noch einmal hin. An dem neuen Treffen, das Rempe zufolge möglichst im Januar stattfinden soll, sollen neben ihm und Krüger auch die Rechtsbeistände beider Parteien teilnehmen, Vertreter der an der Fundtierstelle beteiligten Kommunen sowie Mitarbeiter des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAVES), das ein Gutachten zu den tierschutzrechtlichen Gegebenheiten der Fundtier-Annahme erstellt hat. "Wir werden dann unter anderem die unterschiedlichen Auffassungen in den Rechtsfragen erörtern und hoffentlich am Ende eine gemeinsame Lösung finden", so Rempe.
"Das Gespräch war lösungsorientiert und zielführend. Alle Teilnehmer konnten ihre Ansichten in angenehmer Atmosphäre vorbringen", fasst Dr. Tatjana Rusch ihre Eindrücke vom ersten Treffen zusammen. "Dass es ein zweites Gespräch in erweiterter Runde geben wird, ist der Sache sicherlich dienlich."