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Grünes Licht für Radschnellwege

Bequem auf dem Fahrrad (v. li.): Kai Uffelmann, Dr. Alexander Stark (Leiter Kreisentwicklung) und Jürgen Krumböhmer (Foto: thl)
thl. Winsen. Radfahren soll in der Metropolregion Hamburg künftig noch attraktiver werden: Dafür wird jetzt die Machbarkeit von acht Radschnellwegen geprüft, die für Radfahrer schnelle und direkte Verbindungen über weite Strecken ermöglichen. Mindestens zwei davon führen durch die Landkreise Harburg und Stade direkt nach Hamburg: zum einen von Lüneburg über Winsen, Stelle, Seevetal und Harburg, zum anderen von Stade über Buxtehude und Neu Wulmstorf bis in die Hansestadt. Eine dritte Strecke von Tostedt über Buchholz nach Hamburg wurde auch erwogen, aber zunächst noch nicht in die aktuelle Prüfung mit aufgenommen.
Für die Studie, die im kommenden Jahr beginnen und über einen Zeitraum von drei Jahren laufen soll, sind mehr als eine Million Euro Planungskosten veranschlagt. Mit einem Baubeginn der Radschnellwege sei aber frühestens 2025 zu rechnen, hieß es jetzt bei der Vorstellung der Planung im Winsener Kreishaus.
Im Frühjahr waren In einer Potentialanalyse insgesamt 33 mögliche Verbindungen untersucht worden. Der Lenkungsausschuss der Metropolregion Hamburg hat am Freitag dazu ein Leitprojekt mit Fördermitteln beschlossen, um gemeinsame Umsetzungsstandards für solche „Fahrradautobahnen“ zu erarbeiten und deren konkrete Machbarkeit vor Ort auszuloten.
„Wir wollen realisierbare Trassen finden, die unsere Orte nicht nur an Hamburg anbinden, sondern auch für das Pendeln mit dem Rad vor Ort ein Gewinn sind“, sagt Kai Uffelmann, Erster Kreisrat des Landkreises Harburg. „Sowohl für Touristen als auch für unsere Bürgerinnen und Bürger ist der Radschnellweg von Lüneburg nach Hamburg eine attraktive Perspektive“, ergänzt Jürgen Krumböhmer, Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg. Hans-Hermann Bode, Kreisbaurat des Landkreises Stade, begrüßt den Startschuss für die Radschnellwege: „Wir freuen uns, dass der Raum Stade mit dem Alten Land auf diese Weise auch für Radfahrer aus Hamburg und der Region noch besser erreichbar wird. Das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto bekommt dadurch auch im Alltag einen höheren Stellenwert.“
Der genaue Verlauf der insgesamt mehr 270 Kilometer langen Radschnellwege - davon rund 110 km in den Kreisen Harburg und Stade - ist noch offen. Es bestand aber Einigkeit darüber, möglichst gradlinige Verbindungen zu schaffen und die Trassenführung siedlungsnah zu gestalten, um möglichst alle Orte entlang der Strecken miteinander zu verbinden. Bestehende Konzeptionen wie Regionale Radverkehrskonzepte sollen dabei berücksichtigt werden. Derzeit werden die europaweiten Ausschreibungen für die einzelnen Machbarkeitsstudien vorbereitet, um geeignete Planungsbüros dafür zu finden.