Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Hauptverkehrsader ist betroffen": Pläne für Ausbau der Garstedter Ortsdurchfahrt vorgestellt

An der Garstedter Ortsdurchfahrt: Bürgermeisterin Christa Beyer mit Planungsunterlagen im Bereich Hauptstraße/Vierhöfener Straße
ce. Garstedt. "Auf die Hauptverkehrsader von Garstedt kommen viele Veränderungen und einige Einschränkungen zu." Das erklärte Bürgermeisterin Christa Beyer, als sie jetzt gemeinsam mit Vertretern des Lüneburger Landesstraßenbauamtes bei einem Infoabend die Planungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt entlang der L234 erörterte. Von der Behörde waren die Mitarbeiter Gesa Schütte, Alexander Matz und Jörg Weisenstein dabei.
Der Ausbau der Ortsdurchfahrt soll auf einer Gesamtlänge von rund 800 Metern ab Juni voraussichtlich vier Monate dauern und in drei Abschnitten unter Vollsperrung erfolgen. Der erste Abschnitt reicht vom Bornbachweg bis zur Mitte der Einmündung Hauptstraße/Vierhöfener Straße. Im zweiten Bauabschnitt führen die Arbeiten von der Einmündung Hauptstraße/Vierhöfener Straße bis zur Mitte des Bereiches Hauptstraße/nordöstliche Ringstraße. Von dort bis zur Zufahrt zum Seniorenheim "Im Dorf" reicht der dritte Abschnitt. "Hauptmaßnahmen werden unter anderem die Erneuerung von Pflasterdecke und Asphaltschicht sein sowie der Rückbau des Regenwasserkanals", kündigte Gesa Schütte an. Der Durchgangsverkehr werde - so Alexander Matz - mit entsprechender Ausschilderung über Toppenstedt und Garlstorf umgeleitet. "Die Anlieger können nach jetzigem Stand während der Bauarbeiten zu ihren Grundstücken gelangen, müssen aber womöglich etwas abseits parken und ein paar Meter zu Fuß zurücklegen", räumte Christa Beyer ein.
An einigen Stellen wurden in unteren Asphaltschichten Schadstoffe - so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - in geringen Mengen festgestellt, die dort wahrscheinlich bei Arbeiten vor Jahrzehnten ausgelaufen sind. "Beim Aufbrechen des alten Asphalts müssen sich die Arbeiter, die mit den Stoffen in Berührung kommen, schützen. Für Umwelt und Bevölkerung bedeuten die PAK keine Gefahr", betonte Jörg Weisenstein vom Straßenbauamt.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Die Gemeinde Garstedt lässt entlang der Ausbaustrecke die Beleuchtung, Fußwege, die Bushaltestelle und einen Teil der Oberflächenentwässerung erneuern. Die Kommune erhält vom Straßenbauamt eine Förderung von etwa 550.000 Euro.
Ortsbrandmeister Christian Vick betonte, dass die Anfahrt von Einsatzkräften aus dem Baustellenbereich zum Feuerwehrhaus im Ernstfall gewährleistet sein müsse.
Der Garstedter Hans Dieter Müller bedauerte, dass der verkehrsmäßig stark frequentierte Einmündungsbereich Vierhöfener Straße/Hauptstraße im Zuge des Ausbaus entgegen dem Wunsch vieler Ortseinwohner nicht entschärft würde. "Dieser Vorschlag ist im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens offenbar abgelehnt worden", erklärte Gesa Schütte. Müller zeigte sich über diese Auskunft "sehr enttäuscht".