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"Haushalt muss dringend her!": Bürgermeisterlose Zeit in Tespe dauert weiter an

Kommissarisches Gemeindeoberhaupt: Werner Zenz (Foto: FWG Elbmarsch)
ce. Tespe. Die führungslose Zeit in der Gemeinde Tespe dauert weiterhin an. Gut vier Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Bürgermeister Karl-Heinz Kornberger aus privaten Gründen (das WOCHENBLATT berichtete) ist ein Nachfolger noch nicht in Sicht. "Ich bin täglich bis zu sieben Stunden im Gemeindebüro und habe alle Hände voll zu tun", erklärt Vize-Bürgermeister Werner Zenz (74), der die Aufgaben des Gemeindeoberhauptes vorerst kommissarisch übernimmt. Erschwerend kommt hinzu, das die Gemeindesekretärin kürzlich verstarb. Unterstützt wird Zenz nun von der Samtgemeinde-Mitarbeiterin Yvonne Herold.
"Oberste Priorität haben die Sanierung der Tesper Schulstraße und eine Beseitigung der Platznot im Kindergarten", erklärt Werner Zenz. Bei der Schulstraße zeichne sich eine "bürgerfreundliche Lösung" ab. Dort sollen künftig nicht mehr allein die Anwohner mit immensen Sanierungskosten von einigen Tausend Euro belastet werden. "Stattdessen sollen sie jährlich einen sogenannten wiederkehrenden Beitrag von etwa 200 Euro zahlen, um die Kommune bei Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen", so Zenz.
Möglichst bald müsse im Kindergarten mehr Raum geschaffen werden, denn dort sollen eine Krippen- und eine Integrationsgruppe untergebracht werden. "Um hier aktiv zu werden, muss aber für 2018 dringend ein Haushalt aufgestellt werden, den gibt es derzeit noch nicht", bedauert er.
Einen Bürgermeisterkandidaten hat laut Zenz bislang weder die sechs Ratssitze innehabende Gruppe SPD/Grüne/Piraten noch die CDU mit fünf Mandatsträgern benannt. Karl-Heinz Kornberger war 2016 von CDU und Freien Wählern (vier Sitze) gemeinsam zum Bürgermeister gewählt worden.