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Heimat- und Museumverein gibt Buch über Münzreform in Winsen heraus

Die Titelseite des Buches mit Herzog Christian als Motiv (Foto: Heimat- und Museumverein Winsen)
ce. Winsen. "Die Münzreform Christians, Erwählten Bischofs zu Minden, Herzogs zu Braunschweig-Lüneburg und seine Prägungen in der Münzschmiede zu Winsen an der Luhe": Das ist der Titel eines neuen Buches, das der Heimat- und Museumverein Winsen jetzt in seiner Schriftenreihe herausgebracht hat. Das 300 Seiten starke, farbig bebilderte Werk befasst sich mit dem Währungsgeschehen zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Autor ist das Vereinsmitglied Dr. Jürgen Klahn.
Die Münzschmiede in Winsen wurde 1618 vom Celler Herzog Christian dem Älteren gegründet, ursprünglich in der Absicht, auf dem Hamburger Silbermarkt günstig Silber zu beziehen und in Winsen in Kleinmünzen (Groschen und Schillinge bzw. Doppelschillinge) ausprägen zu lassen. Damit wollte der Herzog Gewinn erzielen, der sich aber nie im vorgesehenen Umfang realisieren ließ. Stattdessen wurde die Münzstätte wichtig als Bindeglied zu den zeitweiligen nordelbischen münzpolitischen Verbündeten des Herzogs, da sie auch Münzen prägte, die dort umliefen. Die Münzstätte Winsen wird 1627 zuletzt urkundlich erwähnt. Autor Dr. Jürgen Klahn stellt ihre kurze, aber wechselvolle und ereignisreiche Geschichte erstmals ausführlich anhand der Quellen dar. Die Winsener Gepräge werden vollständiger als bisher mit allen Daten und in den besten verfügbaren Abbildungen vorgestellt.
- Das Münz-Buch (ISBN 978-3-946053-05-7) ist im Winsener Marstall-Museum (Schloßplatz 11) und im Buchhandel für 19,80 Euro erhältlich.